Erst Remmo, dann Ibrahim, nun Barbakh: Weitere Clan-Leute feierten auf Linken-Wahlparty
Berlin - Nach dem Besuch von Clan-Chef Issa Remmo (46) und Terror-Unterstützer Ibrahim Ibrahim auf einer Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln rücken weitere Gäste der Veranstaltung in den Fokus.
Wie der "Tagesspiegel" berichtet, waren dort auch zwei Social-Media-Aktivisten aus der palästinensischen Großfamilie Barbakh.
Einer der beiden Männer interviewte dem Bericht zufolge bei der Wahlparty den Neuköllner Linken-Spitzenkandidaten Ahmed Abed (36). Auch mit der Neuköllner Linken-Kreischefin Jorinde Schulz (37) und dem neu gewählten Bezirksverordneten Basem Said soll er gesprochen haben.
In sozialen Netzwerken habe der Mann früher Sympathien für die Fatah und deren bewaffneten Arm, die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, gezeigt. Auf älteren Aufnahmen sei er zudem mit einer Maschinenpistole zu sehen. Ob den Linken-Politikern bekannt war, mit wem sie bei der Veranstaltung sprachen, ist unklar.
Angehörige des Barbakh-Clans seien in den vergangenen Jahren wiederholt bei propalästinensischen und israelfeindlichen Demonstrationen mit der Polizei in Konflikt geraten, schreibt die Zeitung. Viele ihrer Angehörigen kamen erst ab 2024 aus dem Gazastreifen nach Deutschland. Von den mutmaßlich mehr als 300 Familienangehörigen in Berlin stufen Ermittler laut "Tagesspiegel" eine zweistellige Zahl als sicherheitsrelevant ein.
Der Berliner Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh (48), erhob indes auf X schwere Vorwürfe gegen Angehörige der Großfamilie. "Der Barbakh-Clan war mehrfach federführend bei massiven Gewaltausbrüchen auf Israelhass-Demos, Mitglieder rufen offen zur Vernichtung von Juden auf und agieren immer wieder als Rädelsführer mit antisemitischen Parolen."
Terror-Unterstützer Ibrahim Ibrahim auf Foto mit Ferat Koçak
Ein zweiter Angehöriger der Familie filmte nach Angaben der Zeitung auf der Wahlparty unter anderem Ibrahim Ibrahim. Dieser gilt als Unterstützer der terroristischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die von der EU als Terrororganisation eingestuft wird.
Dass Ibrahim bei der Feier anwesend war, hatte die Neuköllner Linke bereits bestätigt. Der umstrittene Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak (47), der auf einem Foto mit Ibrahim zu sehen war, erklärte dazu, er distanziere sich ausdrücklich von gewalt- oder terrorverherrlichenden Äußerungen. Die Wahlparty sei öffentlich zugänglich gewesen.
Bereits zuvor hatte der Besuch von Issa Remmo bei der Feier eine parteiinterne Debatte ausgelöst. Der Bezirksverband erklärte, Remmo sei nicht eingeladen gewesen, und es gebe keine politischen oder persönlichen Beziehungen zu ihm.
Die aktuellen Vorgänge treffen die Berliner Linke in einer politisch sensiblen Phase: Nach ihrem Wahlerfolg führt sie Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung mit SPD und Grünen.
Titelfoto: Screenshot/TikTik/Ibrahim Ibrahim

