Feuer in Jüdischem Krankenhaus: Polizei äußert heiklen Verdacht

Von Katharina Kausche

Berlin - Der Polizei liegen nach einem Feuer im Jüdischen Krankenhaus in Berlin Hinweise auf ein mögliches politisches Motiv vor.

Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. (Symbolbild)
Die Feuerwehr konnte den Brand löschen. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Laut Angaben der Ermittler wurde ein 71-jähriger Patient festgenommen, der am Dienstagabend in einem Zimmer der Klinik im Stadtteil Gesundbrunnen einen Gegenstand angezündet und damit den Brand verursacht haben soll, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden.

Die Ermittlungen zum Motiv seien aber nicht abgeschlossen, sagte ein Sprecher des Lagenzentrums.

Zuvor hatte die Polizei mitgeteilt, dass kurz vor Mitternacht eine Matratze in einem Zimmer der Klinik in Brand geraten sei. Dadurch kam es zu einer starken Qualmentwicklung. Zunächst hatte die Polizei von drei Einsatzkräften und fünf Mitarbeitern des Krankenhauses gesprochen, die durch Rauchgas verletzt worden seien.

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Am frühen Morgen war dann in einer Mitteilung weniger spezifisch von mehreren Verletzten die Rede, darunter zwei Einsatzkräfte. Auch der Tatverdächtige wurde demnach durch das Feuer verletzt.

Der Brand konnte gelöscht werden, ohne dass das Krankenhaus evakuiert werden musste. Weitere Details zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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