17 Verletzte bei Wohnungsbrand in Neukölln: War es Brandstiftung?

Berlin - Am frühen Samstagmorgen hat ein schwerer Brand in einem siebenstöckigen Wohnhaus in Berlin-Neukölln für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Die Polizei geht von schwerer Brandstiftung aus.

Die Feuerwehr war mit knapp 100 Kräften im Einsatz.  © Berliner Feuerwehr

Nach Angaben der Berliner Feuerwehr stand gegen 5.08 Uhr eine Erdgeschosswohnung in dem Gebäude an der Pannierstraße in Flammen und brannte in voller Ausdehnung.

Die Feuerwehr rettete insgesamt 27 Menschen aus dem Gebäude. Neun Personen wurden mit Fluchthauben über das stark verrauchte Treppenhaus ins Freie gebracht, 18 weitere über Drehleitern von den oberen Etagen.

Bei der Rettung der Menschen mussten laut Polizei mehrere Türen aufgebrochen werden.

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Zur medizinischen Versorgung wurde ein sogenannter MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Insgesamt erlitten 17 Menschen Verletzungen, davon 16 leichte.

Eine Person wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Unverletzte Anwohner fanden vorübergehend in einem Bus der Feuerwehr Zuflucht.

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Die Einsatzkräfte retteten 27 Menschen aus dem Gebäude.  © Berliner Feuerwehr

Mieterin bemerkte Brand: Haus unbewohnbar

Bemerkt hatte das Feuer die 59 Jahre alte Mieterin der Brandwohnung. Sie wachte laut Polizei gegen 5 Uhr auf, entdeckte das Feuer und flüchtete mit ihrem 34 Jahre alten Sohn aus dem Gebäude.

Rund 100 Einsatzkräfte waren vor Ort, um den Brand zu löschen und die Verletzten zu versorgen. Das Wohnhaus gilt nach Angaben der Feuerwehr derzeit als unbewohnbar, alle Bewohner mussten anderweitig untergebracht werden.

Erstmeldung um 8.41 Uhr, aktualisiert um 17.22 Uhr

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