Berlin - Die Berliner Feuerwehr musste am späten Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch zu drei größeren Bränden ausrücken. Dabei ist ein Mensch leicht verletzt worden.
Gegen 21.51 Uhr meldeten Bewohner am Mariannenplatz in Berlin-Kreuzberg, dass sie durch Rauch im Treppenhaus in ihren Wohnungen eingeschlossen seien, wie die Behörde mitteilte.
Die insgesamt 50 Einsatzkräfte konnten einen Brand im Keller lokalisieren und schnell unter Kontrolle bringen. Allerdings machten sich in fast allen Obergeschossen des fünfgeschossigen Altbaus Mieter an den Fenstern bemerkbar.
Zunächst wurden die Betroffenen von Drehleitern aus betreut, bevor vier von ihnen schließlich von den Brandbekämpfern ins Freie gebracht wurden. Acht Personen wurden vor Ort vom Rettungsdienst gesichtet, eine leicht Verletzte musste ambulant versorgt werden.
Ein zweiter Brand beschäftigte die Feuerwehrleute nur sieben Minuten später parallel in Prenzlauer Berg. Hier brannte ein Laden in einem fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftsgebäude in der Greifswalder Straße.
Den 20 Brandbekämpfern schlugen bereits bei der Ankunft meterhohe Flammen aus dem Eingang im Erdgeschoss entgegen. An der Fassade stieg dichter Rauch empor.
Geschäft in Prenzlauer Berg brennt aus, Feuer auf Charité-Campus in Mitte
Die Löscharbeiten wurden zwar umgehend eingeleitet, trotzdem wurde das Geschäft vollständig zerstört. Mithilfe von Drehleitern wurden die Wohnungen oberhalb des Brandherds kontrolliert. Verletzt wurde niemand.
Gegen 3.08 Uhr wurde die Feuerwehr dann zum Charité-Campus in der Schumannstraße gerufen. Hier löste die Brandmeldeanlage Alarm aus. Allerdings stellte sich heraus, dass vor dem zweigeschossigen Trakt mehrere Mülltonnen brannten und der Rauch durch offene Fenster ins Innere zog.
Die Abfallbehälter waren schnell gelöscht, jedoch trat plötzlich auch Rauch aus dem Dachbereich aus, was zu einer Erhöhung der Alarmstufe führte. Über zwei Drehleitern musste das Dach an mehreren Stellen geöffnet werden - eine weitere Ausbreitung des Feuers wurde nicht festgestellt.
Auch bei dem Einsatz in Mitte gab es keine Verletzten, da sich in dem Gebäudekomplex keine Patienten befanden. Die Brandbekämpfer waren mit 50 Kräften vor Ort. In allen drei Fällen hat die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.