Berlin - Nach sechs Jahren Bau- und Sanierungszeit wird die Hohenzollerngruft im Berliner Dom ab 28. Februar wieder für Besucher geöffnet.
Als Grabstätte der brandenburgisch-preußischen Herrscherfamilie zählt die Hohenzollerngruft mit 91 erhaltenen Sarkophagen zu den bedeutendsten Grabstätten in Europa.
Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1536 zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Gruft mehrfach verlegt und baulich neu gestaltet. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und späteren Restaurierungen war sie ab 1999 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, bevor 2020 eine umfassende Sanierung begann.
Herzstück des 29 Millionen Euro teuren Projekts ist der neu gestaltete Ausstellungsraum zwischen Predigtkirche und Gruft.
Er vermittelt Einblicke in die Bestattungskultur und Trauerrituale vergangener Jahrhunderte. Zu den Exponaten gehört unter anderem die Totenmaske von Friedrich I. in Preußen. Ein interaktives Modell veranschaulicht zudem die Anordnung der Särge sowie die Größe der Anlage.
Die Wiedereröffnung der Hohenzollerngruft im Berliner Dom findet am 28. Februar von 10 bis 18 Uhr. Am 1. März folgt um 10 Uhr ein öffentlicher Festgottesdienst mit vielen Gästen, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, SPD) und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (61).