Immer weniger Ur-Berliner: Hauptstadt wächst nur noch durch Zuzug
Berlin - Nur noch knapp jeder zweite Berliner ist ein waschechter Berliner. Gleichzeitig werden immer weniger Kinder geboren und dennoch steuert die Hauptstadt auf die Vier-Millionen-Marke zu.
Nach den neuesten Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg stammen nur noch rund 45 Prozent der Berliner aus der Hauptstadt. Die Mehrheit ist aus anderen Regionen Deutschlands oder aus dem Ausland zugezogen.
Und noch etwas fällt auf: In Berlin kommen weiterhin weniger Babys zur Welt, als Menschen sterben.
Im vergangenen Jahr wurden 33.230 Kinder geboren, gleichzeitig starben 37.575 Menschen.
Damit verzeichnete die Hauptstadt bereits das vierte Jahr in Folge einen Sterbeüberschuss.
Besonders alarmierend: Die Geburtenrate sinkt immer weiter. 2025 lag sie bei 1,18 Kindern je Frau und damit auf dem niedrigsten Stand seit 2003.
Berlin wächst nur dank Zuzug
Trotz der sinkenden Geburten wächst Berlin aber weiter. Der Grund: Immer mehr Menschen ziehen in die Hauptstadt. Ende 2025 lebten knapp 3,7 Millionen Menschen in Berlin. Ein Wanderungsgewinn von rund 20.000 Personen sorgte dafür, dass die Einwohnerzahl trotz des Sterbeüberschusses weiter anstieg.
Zum Vergleich: Vor etwa 25 Jahren hatte Berlin noch rund 3,3 Millionen Einwohner. Nach Einschätzung des Senats könnte die Hauptstadt bis etwa 2040 die Vier-Millionen-Marke knacken – und ein immer größerer Teil der Berliner dürfte dann nicht mehr in Berlin geboren sein.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
