Dreiste Lüge im Fernbus aufgeflogen: Als Zöllner das Gepäck kontrollieren, kommt die Wahrheit ans Licht

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Berlin - Eingeschweißt und mit Folie umwickelt: Der Zoll hat bei einer Kontrolle eines Reisenden in einem Fernbus in Berlin 350.000 Euro Bargeld sichergestellt.

Woher das Geld stammt, ist bislang ungeklärt.
Woher das Geld stammt, ist bislang ungeklärt.  © Hauptzollamt Berlin

Das Geld sei bei einem ukrainischen Staatsbürger gefunden worden, teilte das Hauptzollamt Berlin am Mittwoch mit.

Demnach kontrollierten Einsatzkräfte am Abend des 7. Juli einen estnischen Reisebus, der von Stuttgart über Berlin nach Warschau unterwegs war. Bei einer Stichprobe behauptete ein Passiergier, kein Geld dabei zu haben. Das stellte sich als Lüge heraus.

Als die Zöllner das Reisegepäck des Ukrainers unter die Lupe nahmen, wurden sie fündig: Sie entdeckten sieben eingeschweißte und mit Folie umwickelte Pakete. Darin befanden sich insgesamt 350.000 Euro in bar.

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Gegen den Reisenden wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren nach dem Zollverwaltungsgesetz eingeleitet. Zudem stellten die Beamten die Scheine sicher. Woher das Bargeld stammt und wofür es bestimmt war, ist unklar. Daher wurde ein sogenanntes Clearingverfahren eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen sollen klären, ob das Geld möglicherweise aus Straftaten stammt, wie ein Sprecher sagte.

Reisende, die nach oder von Deutschland ein- oder ausreisen, müssen beim Grenzübertritt mitgeführte Barmittel im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr ungefragt anmelden. Innerhalb der EU müssen solche Summen mündlich angegeben werden, wenn der Zoll danach fragt. Bei Verstoß drohen Geldbußen von bis zu einer Million Euro. Zu Barmitteln zählen unter anderem Bargeld, Schecks, Aktien oder auch Sparbücher.

Titelfoto: Hauptzollamt Berlin

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