Iran-Krieg treibt Kosten hoch: Bauern klagen über Diesel- und Düngerpreise

Von Monika Wendel

Berlin/Potsdam - Der Krieg im Iran macht sich nun auch auf deutschen Feldern bemerkbar. Bauern klagen über sprunghaft gestiegene Preise für Diesel und Dünger – ausgerechnet jetzt, wo vielerorts die Frühjahrsbestellung begonnen hat.

Nicht alle Landwirte haben sich frühzeitig Dieselvorräte angelegt – nun kommen höhere Kosten auf sie zu. (Archivfoto)
Nicht alle Landwirte haben sich frühzeitig Dieselvorräte angelegt – nun kommen höhere Kosten auf sie zu. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

"Gerade jetzt sind die Preissteigerungen beim Diesel besonders schmerzhaft", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied.

Von März bis Juni verbraucht die Landwirtschaft bis zu ein Drittel ihres gesamten Jahresbedarfs an Diesel – genau in dieser arbeitsintensiven Phase schnellen die Kosten nun nach oben. Auch Dünger werde deutlich teurer.

Besonders drastisch ist die Entwicklung in Brandenburg. Dort sei der Preis für Agrardiesel im Großhandel innerhalb von nur zwei Wochen um rund 25 Prozent gestiegen, sagte Bauernpräsident Henrik Wendorff.

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Das entspreche etwa 30 Euro mehr pro 100 Liter. Mit solchen Preisen lasse sich wirtschaftlich kaum arbeiten.

Der Branchenverband fordert deshalb höhere Preise für landwirtschaftliche Produkte, um die steigenden Kosten auszugleichen. Zudem werden in Deutschland bereits Rufe laut, das Kartellamt solle mögliche Preissprünge genauer unter die Lupe nehmen.

Titelfoto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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