Job-Kahlschlag bei BASF in Berlin: Beschäftigte bangen um ihre Jobs

Berlin - Der Chemiekonzern BASF plant, große Teile seines Tochterunternehmens BASF Services Europe nach Indien zu verlagern.

Gewerkschaft und Arbeitgeber bündelten Finanzen, IT und Personal in Berlin, statt ins Ausland auszulagern. Dafür akzeptierten die Beschäftigten niedrigere Gehälter und längere Arbeitszeiten. (Archivfoto)
Gewerkschaft und Arbeitgeber bündelten Finanzen, IT und Personal in Berlin, statt ins Ausland auszulagern. Dafür akzeptierten die Beschäftigten niedrigere Gehälter und längere Arbeitszeiten. (Archivfoto)  © Uwe Anspach/dpa

Für die Mitarbeitenden ein Schock – für die Gewerkschaft IGBCE ein Skandal.

"Mit diesem beschäftigungspolitischen Schlag beendet BASF ein tarifliches Vorzeigeprojekt, das Tausende Arbeitsplätze in Berlin geschaffen hat", kritisiert IGBCE-Chef Michael Vassiliadis, selbst Aufsichtsratsmitglied bei BASF.

"Die Karawane zieht weiter, hinterlässt Enttäuschung und beendet gute Karrieren", so Vassiliadis.

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Auch die Betriebsratsvorsitzende Judith Nolten-Bertucco berichtet von fassungslosen Kolleginnen und Kollegen, die bedeutende Projekte umgesetzt und Kosten gesenkt haben.

Nicht nur Berlin ist betroffen: Hunderte Jobs bei BASF Digital Solutions bundesweit sollen verlagert werden. "Während am Heimatstandort Arbeitsplätze gestrichen werden, investiert BASF Milliarden in Asien. Das schadet den Beschäftigten und der Resilienz des Konzerns", kritisiert IGBCE-Landeschefin Stephanie Albrecht-Suliak.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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