Berlin - Nach der Silvesternacht 2025 zieht die Berliner Polizei ein zunächst positives Fazit. Trotz zahlreicher kurzzeitiger Festnahmen und mehrerer Verletzter spricht die Polizei von einer insgesamt ruhigeren Nacht als im Vorjahr.
Rund 4300 Kräfte der Polizei Berlin waren in der Hauptstadt im Einsatz.
Schwerpunkte lagen an bekannten Brennpunkten, bei einer Versammlung auf der Straße des 17. Juni sowie rund um die offizielle Silvesterparty am Brandenburger Tor.
Zusätzlich unterstützten etwa 800 Beamtinnen und Beamte aus umliegenden Bundesländern sowie der Bundespolizei die Berliner Polizei.
Neue Pyrotechnikverbotszonen sorgen für ruhigere Silvesternacht
Als einen wesentlichen Grund für die vergleichsweise entspannte Lage nennt die Polizei das angepasste Einsatzkonzept. Statt großflächig abgesperrter Pyrotechnikverbotszonen setzte sie in diesem Jahr auf offene Verbotsbereiche. Diese hätten es den Einsatzkräften erleichtert, flexibler zu reagieren und sogenannte Täterdynamiken schneller zu unterbrechen.
Am Alexanderplatz wurde das Sicherheitskonzept zudem durch mobile Flutlichtmasten ergänzt, um den Einsatzkräften einen besseren Überblick über das Geschehen zu ermöglichen. Besonders dort habe das Konzept einer großen Böllerverbotszone gegriffen.
"Ich habe den Alexanderplatz an Silvester noch nie so friedlich erlebt wie in diesem Jahr", sagte Polizeisprecher Florian Nath der Deutschen Presse-Agentur.
Angriff auf Einsatzkräfte mit Raketen und Böllern
Bis 3.30 Uhr registrierte die Polizei rund 400 kurzzeitige Festnahmen. Acht Personen wurden in Gewahrsam genommen. Gegen zwei Tatverdächtige wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt – sie sollen am 2. Januar einem Haftrichter vorgeführt werden.
Wie bereits in den vergangenen Jahren unterstützte die Polizei auch diesmal die Berliner Feuerwehr bei ihren Einsätzen. Dennoch kam es vereinzelt zu gezielten Angriffen mit Raketen und Böllern auf Einsatzkräfte.
Insgesamt wurden 24 Polizeibeamte während ihres Dienstes durch Knalltraumata leicht verletzt. Zwei Einsatzkräfte mussten ihren Dienst aufgrund der Verletzungen vorzeitig beenden.