Einsturzgefährdetes Haus am Friedrichstadtpalast: Das ist der aktuelle Stand

Von Matthias Arnold, Fabian Nitschmann, Philipp Scheuerl

Berlin - Bis in die Nacht haben Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) den einsturzgefährdeten Dachstuhl eines Hauses in Berlin-Mitte abgesichert.

Erst am Abend begannen Einsatzkräfte des THW mit konkreten Sicherungsmaßnahmen.  © Christoph Soeder/dpa

13 Menschen hatten das fünfstöckige Gebäude am Donnerstag verlassen müssen. Ziel ist, dass sie im Laufe des Tages wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Zuvor muss nach Angaben des THW noch der Eigentümer des Hauses abschließende Sicherungsmaßnahmen vornehmen.

Der Schaden war der Feuerwehr zufolge schon vor einigen Tagen aufgefallen. Demnach hatte sich der Dachstuhl nach vorn in Richtung Straße verschoben. Das war von der Straße aus gut an der Dachkante des Hauses zu erkennen: Das Dach hob sich dort in der Mitte des Gebäudes leicht von der Fassade ab.

Zunächst sei ein Statiker informiert worden, hieß es. Weil weitere Veränderungen nicht ausgeschlossen werden konnten, habe gehandelt werden müssen, sagte ein Feuerwehrsprecher am Donnerstag.

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Die konkreten Sicherungsmaßnahmen begannen am Abend durch die Techniker des THW. Stundenlang hatten sich die Fachleute zuvor einen Überblick über die Situation verschafft. Anders als zu Beginn angenommen mussten schließlich keine Teile des Daches abgetragen werden.

Stattdessen befestigten die Kräfte von innen Greifzangen mit Seilen an der Dachkonstruktion, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern.

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Autos im betroffenen Abschnitt abgeschleppt

Die Straße blieb während der Arbeiten gesperrt.  © Christoph Soeder/dpa

Von außen brachte das THW zudem eine Barriere an, damit Teile nicht herabstürzen konnten. Das THW beendete seinen Einsatz um kurz nach Mitternacht, wie ein Sprecher berichtete.

Der Einsatzort befindet sich nur wenige Meter vom Friedrichstadt-Palast entfernt. In dem fünfstöckigen Gebäude befinden sich ab dem ersten Obergeschoss aufwärts Wohnungen und ein Büro. Im Erdgeschoss sind Geschäfte.

Die Reinhardtstraße war am Donnerstag zwischen Friedrichstraße und Albrechtstraße gesperrt. In dem Abschnitt mussten auch alle parkenden Autos weggefahren oder abgeschleppt werden, damit das THW genug Platz für seinen Einsatz hat.

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Wer abgeschleppt werde, müsse dafür aber nicht zahlen, sagte ein Polizist vor Ort. Wenn möglich, werden die abgeschleppten Autos in Nebenstraßen umgesetzt.

"Zum Umfang der schlussendlich notwendigen Baumaßnahmen kann zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft gegeben werden, da der Umfang des Schadens noch nicht feststeht", teilte das Bezirksamt Mitte mit.

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