Erst kein Salz, jetzt zu viel Splitt: Berlins Winter-Farce geht weiter
Von Andreas Heimann
Berlin - In der Hauptstadt knirscht's gewaltig: Auf vielen Gehwegen in Berlin liegt derzeit noch jede Menge Streusplitt - und das wird auch noch einige Wochen lang so bleiben.
Die Berliner Straßenreinigung (BSR) rechnet damit, ihn voraussichtlich bis Mitte April beseitigt zu haben und bittet Anlieger und Hauseigentümer um Unterstützung, damit es möglichst schnell vorangeht.
"Wir hoffen, dass es viele Bürger gibt, die mit anpacken", sagte der Leiter der BSR-Straßenreinigung, Axel Koller - und gab dafür gleich mehrere Tipps.
Wer Streusplitt zusammenfegt, kann kleinere Mengen bis zu zehn Litern in einer Tüte in die Restmülltonne werfen. Wichtig sei, darauf zu achten, dass die Tonne von den BSR-Mitarbeitern noch bewegt werden muss und deshalb nicht zu schwer werden darf.
Etwas größere Splittmengen von bis zu 30 Litern können auch bei allen 14 BSR-Recyclinghöfen abgegeben werden - dabei fallen keine Gebühren an.
BSR klärt auf: Splitt nicht in die Gullys fegen
Streusplitt, der auf dem Gehweg zu Häufchen zusammengefegt wird, kann dort am Rand des Weges liegen bleiben und wird dann von der BSR entfernt. Wichtig sei, den Splitt nicht in die Straßenkante zu fegen - und auch nicht in den Gully.
Der BSR extra Bescheid sagen, dass der Streusplitt zusammengefegt wurde, muss man nicht - und sollte man auch nicht, empfahl Koller.
"Uns ist nicht geholfen, wenn wir ständig angerufen und gefragt werden: Wann seid ihr bei mir? Wir können mit 2400 Mitarbeitern nicht überall zeitgleich sein."
Die BSR verwendet den eingesammelten Splitt selbst nicht wieder. "Er wird gereinigt und im Straßenbau als Baumaterial verwendet", sagte Koller.
Streusplitt sei scharfkantig - wenn mehrfach darüber gelaufen wurde, werde er stumpf. "Wir benutzen immer frischen."
Titelfoto: Andreas Heimann/dpa

