Mehr Badetote in Berlin: Darum sind Männer besonders gefährdet
Von Jana Kieseyer
Berlin - In Berlin ist die Zahl der Badetoten angestiegen. Zwischen Jahresbeginn und Ende Juli ertranken in den Gewässern der Hauptstadt bereits 13 Menschen.
Währenddessen hat sich die Zahl der Badetoten in Brandenburg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf neun Tote halbiert, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte.
Die meisten Badetoten verunglückten laut der Bilanz in Seen – in beiden Bundesländern gab es dort sieben Fälle. Außerdem war die überwiegende Mehrzahl der Verunglückten männlich.
In Brandenburg waren laut der DLRG acht von neun der Badetoten Männer, in Berlin waren es elf. Bei den anderen beiden Unfällen war das Geschlecht nicht bekannt.
Auch bundesweit waren die meisten Badetoten männlich – der DLRG zufolge über alle Altersgruppen hinweg 85 Prozent.
DLRG-Präsidentin Ute Vogt sagte, dass leichtsinniges Verhalten, etwa in Verbindung mit Alkohol und anderen Drogen, zu besonders vielen Badeunfällen bei Jungen und jungen Männern führt.
"Andere können nicht oder kaum schwimmen und begeben sich völlig unnötig in Lebensgefahr. Es gibt im Badesee keinen Preis zu gewinnen, aber das Leben zu verlieren", sagte sie.
Titelfoto: Helmut Fricke/dpa
