Nach geplatztem Aquadom in Berlin: Neues Aquarium wird es wohl nicht geben

Berlin - Nach dem Platzen des riesigen Aquariums in einem Berliner Hotel soll kein neues Fischbecken in der Lobby errichtet werden.

Das 16 Meter hohe Aquarium Aquadom mit 1500 Fischen in dem Hotel nahe dem Alexanderplatz platzte am 16. Dezember in den frühen Morgenstunden.
Das 16 Meter hohe Aquarium Aquadom mit 1500 Fischen in dem Hotel nahe dem Alexanderplatz platzte am 16. Dezember in den frühen Morgenstunden.  © Jörg Carstensen/dpa

"Auch ohne die Ursachen für das Bersten des Aquadoms zu kennen, schließen wir ein neues Groß-Aquarium für den Standort aus", sagte Fabian Hellbusch, Sprecher des Gebäudeeigentümers, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Aufwand, ein solches Objekt wieder aufzubauen, sei unverhältnismäßig hoch. "Wir prüfen derzeit eine Reihe von alternativen, wirtschaftlich tragfähigen Nutzungskonzepten." Bis Mitte des Jahres solle eine Entscheidung fallen.

Das 16 Meter hohe Aquarium Aquadom mit 1500 Fischen in dem Hotel nahe dem Alexanderplatz war am 16. Dezember in den frühen Morgenstunden geplatzt. Daraufhin ergossen sich eine Million Liter Wasser aus dem zerstörten Acrylglas-Zylinder unter anderem in das Hotel und auf die Straße.

Berlin: Nach Fund von Vier-Meter-Würgeschlange in Berlin: Was im Obduktionsbericht steht
Berlin Lokal Nach Fund von Vier-Meter-Würgeschlange in Berlin: Was im Obduktionsbericht steht

Zwei Menschen wurden leicht verletzt. In dem Gebäudekomplex wurden mindestens sechs weitere Läden beschädigt. Das Unglück sorgte international für Aufmerksamkeit.

Das Hotel sei nach wie vor geschlossen und werde in diesem Jahr nicht mehr öffnen, sagte Hellbusch. Das liege unter anderem daran, dass die Aufzüge stark beschädigt worden seien und nach wie vor nicht funktionierten. Die Ursache für das Platzen des Aquariums ist noch ungeklärt.

Ursache für Platzen von Berliner Riesen-Aquarium: bislang unklar

Seit mehreren Monaten untersucht ein Expertenteam die mehr als 700 Bruchstücke. Bis Mitte Juli soll die Untersuchung abgeschlossen sein.

Dass die Ursache des plötzlichen Auseinanderbrechens eindeutig festgestellt wird, können die Experten nicht versprechen.

Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

Mehr zum Thema Berlin Lokal: