Berlin - Ein Schwertransport mit einer Straßenbahn hat in der Nacht zum Dienstag zu einem aufwendigen Polizeieinsatz in Berlin geführt.
Die Bahn wurde in zwei Teilen auseinander montiert und auf Tiefladern durch die Stadt gefahren und von Kräften der Begleit- und Verkehrshundertschaft der Polizei während der ungewöhnlichen Fahrt gesichert, wie die Behörde auf Facebook schrieb.
Die geladenen Straßenbahnteile waren jeweils rund 4,25 Meter hoch, drei Meter breit und wogen etwa 81 Tonnen, verteilt auf zwei Schwerlasttransporter. Sie sollten vom Betriebshof Nalepastraße in Schöneweide nach Marzahn an die Landsberger Allee gebracht werden.
Weit kam der überdimensionale Transport zunächst aber nicht. Nach Angaben der Polizei fiel den Beamten bereits zu Beginn ein platter Reifen an einem der Schwerlastfahrzeuge auf.
Bei der Kontrolle stellten sie zudem erhebliche Schäden an einem weiteren Reifen fest, darunter Risse in der Seitenwand und der inneren Struktur. Beide Reifen mussten ausgetauscht werden. Der Transport verzögerte sich dadurch um rund 50 Minuten.
Die in zwei Teile zerlegte und nagelneue Niederflur-Tram wurde von Schöneweide nach Marzahn transportiert
Entsprechend langsam bewegte sich der Konvoi durch Berlin. Für eine Strecke von zwei Kilometern benötigte der Transport rund 45 Minuten. Besonders die kniffeligen Abbiegevorgänge an Kreuzungen stellten laut Polizei eine Herausforderung dar. Diese mussten abgesperrt werden.
Insgesamt begleiteten vier Einsatzkräfte den Transport, darunter Beamte in einem Streifenwagen sowie auf Motorrädern. Sie sicherten Kreuzungen und regelten den Verkehr.
Nach rund 28 Kilometer und 130 Minuten durch die nächtliche Hauptstadt erreicht der Schwertransporter mit der Tram endlich Marzahn. Die Polizei sprach von einem insgesamt reibungslosen Einsatz trotz der technischen Probleme.