Viele Tote Schwäne im Eis: Woran starben die Vögel wirklich?
Von Stefan Kruse
Berlin - Es war ein grausamer Anblick: Vor gut zwei Wochen reagierten viele Menschen in Berlin angesichts der zahlreichen toten Schwäne im Landwehrkanal fassungslos, manche hatten Tränen in den Augen.
Zwei Männer begaben sich in einem Boot sogar auf eine waghalsige Rettungsmission, um eines der festgefrorenen Tiere zu retten.
Nun steht fest: Zumindest ein Teil der Vögel starb nicht an Kälte und Hunger, sondern an der Vogelgrippe.
Seit dem 9. Februar seien in den Berliner Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte insgesamt 14 tote Schwäne getestet worden, teilte die Verbraucherschutzverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Bei drei der Vögel aus dem Kreuzberger Teil des Kanals sei das Virus der Vogelgrippe zweifelsfrei und vom Friedrich-Löffler-Institut bestätigt festgestellt worden.
Bei zwei weiteren toten Schwänen aus Kreuzberg sowie neun Tieren aus dem Landwehrkanal in Tiergarten bestehe nach Untersuchungen im Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) der Verdacht auf Vogelgrippe, hieß es weiter. Eine Bestätigung durch das Friedrich-Löffler-Institut stehe noch aus.
Titelfoto: Britta Pedersen/dpa
