Zerstörte Regenbogen-Bank an CSD-Gedenkstätte soll bald wieder aufgestellt werden
Von Lea Marie Kläsener
Berlin - An der Gedenkstätte im Berliner Tiergarten, die an den islamistischen Terroranschlag am Christopher Street Day (CSD) erinnert, soll bald wieder eine Sitzbank in Regenbogenfarben stehen.
Die neue Bank soll am kommenden Montag aufgestellt werden, wie das Bezirksamt Mitte mitteilte.
In der Nacht zum 1. September hatten noch unbekannte Täter die besondere Bank, die als Zeichen für eine offene Gesellschaft aufgestellt wurde, zerstört. Sie rissen die farbigen Holzbohlen ab.
In der Nacht zum vergangenen Sonntag wurde zudem ein junger Ahornbaum an der Gedenkstätte aus der Erde gerissen. Laut Bezirksamt kann er voraussichtlich gerettet werden.
Es sei am Dienstag erneut gepflanzt und mit einer sogenannten Unterflurverankerung noch stärker gesichert worden als vorher. Das Baumgitter wurde ebenfalls wieder aufgestellt und mit Erdankern befestigt.
Bezirksbürgermeisterin spricht von "Akt der Barbarei"
Die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger (55, Grüne), hatte von einem "Akt der Barbarei" gesprochen. Wer diesen Gedenkort angreife, greife auch das Zeichen an, das dort gesetzt werden solle: "für Vielfalt, für Solidarität und gegen Hass".
Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der islamistische Attentäter mit einem Wagen in eine Menschengruppe gefahren und gegen einen Baum geprallt. Danach griff der 21-jährige Mann mit einer Machete weitere Menschen an, bevor er floh. Eine Frau wurde getötet und 31 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einen Tag später erschossen Polizisten den Attentäter.
Titelfoto: Annette Riedl/dpa
