Vandalen wüten am CSD-Gedenkort und zerlegen Regenbogenbank: Bezirk baut "sie wieder auf. Und wieder. Und wieder"

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Berlin - Vandalismus am Gedenkort: Die erst vor wenigen Wochen für die Opfer des CSD-Terroranschlags aufgestellte Regenbogenbank im Großen Tiergarten in Berlin-Mitte ist massiv zerstört worden.

Die Regenbogenbank wurde erst kürzlich als Gedenkort aufgestellt. (Archivfoto)
Die Regenbogenbank wurde erst kürzlich als Gedenkort aufgestellt. (Archivfoto)  © Christophe Gateau/dpa

Das Bezirksamt Mitte teilte am Dienstagnachmittag mit, die erst am 6. August aufgestellte Bank zügig wiederaufzubauen.

Ein Mitarbeiter des Grünflächenamtes hatte die Beschädigungen am Dienstagmorgen gegen 8 Uhr in der Ahornallee entdeckt. Laut Polizei wurden mehrere farbige Holzlatten mit erheblicher Gewalt aus dem Metallrahmen gerissen.

Zudem wurde die Rückenlehne vom Gestell abgebrochen. Andere Bänke im unmittelbaren Umfeld und ein gegenüberliegender Ahornbaum blieben demnach unbeschädigt.

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Das Bezirksamt sprach von einer vollständigen Zerstörung in der Nacht und verurteilte die Tat scharf. Die Bank stehe für Freiheit und Solidarität mit der queeren Community, erklärte Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (55, Grüne).

Der zuständige Bezirksstadtrat Christopher Schriner (45, Grüne) kündigte an: "Wenn die Bank zerstört wird, bauen wir sie erneut auf. Und wieder. Und wieder."

Berliner Queerbeauftragter veröffentlicht Foto der zerstörten Regenbogenbank auf Instagram

Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (51, SPD) hatte zuvor ein Foto der zerstörten Bank auf seinem Instagram-Profi veröffentlicht. "Sie sollte ein Ort zum Innehalten sein. Ein Ort der stillen Anteilnahme. Und ein Zeichen der Solidarität mit der queeren Community. Und heute Morgen liegt sie so da. Zerstört. Ganz im Ernst: Was stimmt mit Menschen nicht?", schrieb er dazu.

Wegen des Verdachts der Sachbeschädigung hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Hinweise auf ein konkretes Motiv lagen zunächst nicht vor.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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