Von Andreas Heimann
Berlin - Nach dem tagelangen Cyberangriff auf das Datennetz der Verwaltung verlangt eine Gruppierung professioneller Hacker vom Land Berlin bis Freitag ein Lösegeld von rund zwei Millionen Euro.
Das sagte Senatssprecherin Christine Richter der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist richtig, dass eine Gruppe mit dem Namen Rhysida sich zu der Tat bekannt hat und behauptet, im Besitz von gestohlenen Daten im Umfang von 5,7 Terabyte zu sein."
Seit vergangenen Freitag habe die Gruppe die gestohlenen Daten im Darknet im Rahmen einer Versteigerung zum Kauf angeboten. "Das Mindestgebot liegt bei 30 Bitcoins, also rund zwei Millionen Euro. Die Versteigerung läuft bis Freitag", sagte Richter.
"Es muss davon ausgegangen werden, dass die Daten im Anschluss weiterveräußert oder ganz oder in Teilen veröffentlicht werden."
Nach Wissen des Senats handele es sich um eine hochprofessionelle Gruppierung, die mit diversen Cyberattacken auf Ziele in Nord- und Südeuropa, Deutschland und den USA in den vergangenen Jahren in Verbindung gebracht werde.
Sensible Daten betroffen
"Erkenntnisse über Verbindungen nach Russland oder gar dem russischen Staat liegen nicht vor, können aber auch nicht ausgeschlossen werden", hieß es außerdem.
Der Cyberangriff war am 14. August bekanntgeworden. Nach bisherigen Erkenntnissen flossen vom 7. bis zum 12. August Daten in großem Umfang ab. Darunter sind auch sensible, also zum Beispiel personenbezogene Daten. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) hat am Freitag erklärt, das Land Berlin lasse sich nicht erpressen.