Wie ist die aktuelle Lage im Iran? Schah-Sohn Pahlavi gibt in Berlin Einblicke
Von Arne Bänsch
Berlin - Reza Pahlavi (65), Sohn des gestürzten Schahs, will in Berlin über die Lage im Iran sprechen. Doch sein Besuch sorgt auch für Kritik.
Der iranische Exilpolitiker Reza Pahlavi, Sohn des 1979 gestürzten Schahs, ist für politische Gespräche in Berlin. An diesem Donnerstag will der 60-Jährige, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition für sich beansprucht, um 10 Uhr in der Bundespressekonferenz über die aktuelle Lage im Iran sprechen.
Treffen mit Regierungsmitgliedern sind nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius (60) nicht geplant.
Monarchistische Gruppen sehen den Sohn des letzten Schahs von Persien als politischen Anführer der iranischen Opposition. Wie groß der Rückhalt des im US-Exil lebenden Pahlavi im Land tatsächlich ist, bleibt unklar.
Mit Beginn der Massenproteste im Iran im Januar forderte Pahlavi einen Machtwechsel und rief unter anderem die iranischen Sicherheitskräfte zum Überlaufen auf.
Für seine Unterstützung des Kriegs der USA und Israels, der auch die iranische Zivilbevölkerung trifft, geriet er in Teilen der iranischen Gesellschaft im In- und Ausland in die Kritik. In Berlin waren auch Demonstrationen für und gegen seinen Besuch angekündigt.
Titelfoto: Gregorio Borgia/AP/dpa
