Protest-Kolonne rollt auf Berlin zu: Kommunen machen Druck auf Merz

Von Volker Danisch

Düsseldorf/Berlin - Mit Blaulichtfahrzeugen von Feuerwehr und Einsatzwagen der Ordnungsämter wollen Kommunalvertreter aus NRW und weiteren Bundesländern am Dienstagvormittag in Berlin eine finanzielle Soforthilfe fordern.

Vertreter mehrerer Städte und Kommunen in NRW machen sich mit Schildern und Bannern bereit für die Kundgebung in Berlin.  © Christoph Reichwein/dpa

Die Fahrzeugkolonne soll deutlich machen, welche wichtigen Leistungen die Kommunen täglich erbringen, wie das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" vor dem Start in Düsseldorf erklärte.

In der Initiative haben sich nach eigenen Angaben besonders vom Strukturwandel betroffene Kommunen mit geringeren Steuereinnahmen und hohen Sozialausgaben zusammengeschlossen. Sie mahnen eine kurzfristige Entlastung angesichts eines "gewaltigen Defizits" in ihren Haushalten an.

Geplant ist eine Fahrt durch das Regierungsviertel in Berlin mit Stationen am Kanzleramt, am Bundestag und am Bundesfinanzministerium. Dem Aktionsbündnis gehören 73 Kommunen aus acht Bundesländern an.

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Die Protest-Kolonne mit Vertretern der Kommunen soll insgesamt 22 Fahrzeuge umfassen, davon allein 17 aus NRW, wie ein Sprecher der Initiative erklärte.

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Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und die Länderchefs haben sich auf eine Neuregelung der Bund-Länder-Finanzen verständigt. Künftig gelte: "Wer bestellt, bezahlt". Der Bund trägt einen Großteil der Mehrkosten, die Ländern und Kommunen durch Gesetzesänderungen auf Bundesebene entstehen.

Vertreter des Aktionsbündnisses machten kurz vor dem Start in Düsseldorf deutlich, dass dies ein Schritt für weniger zusätzliche Belastung in der Zukunft sei. Dies reiche aber nicht aus, um die aktuelle Finanznot zu überwinden.

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