Meisterschale der Füchse Berlin geklaut! Überraschendes Versteck bringt Serien-Dieb vor Gericht

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Von Anne Baum

Berlin - Rund sieben Monate nach dem Diebstahl der Meisterschale der Füchse Berlin steht ein 42-Jähriger vor dem Landgericht Berlin. Er soll in die Geschäftsstelle des Handball-Bundesligisten am Gendarmenmarkt eingedrungen sein und Bargeld sowie die silberne Trophäe gestohlen haben.

Die Berliner freuten sich über den Gewinn der Handball-Meisterschaft, dann war die Schale weg. (Archivfoto)
Die Berliner freuten sich über den Gewinn der Handball-Meisterschaft, dann war die Schale weg. (Archivfoto)  © Uli Deck/dpa

Im Prozess geht es insgesamt um mehr als 130 Straftaten, darunter 25 Einbrüche.

Dem Angeklagten wird eine Tatserie zwischen 2023 und 2026 zur Last gelegt. Mit selbst angefertigten Nachschlüsseln soll er in diverse Geschäfte und Gewerberäume im Berliner Stadtgebiet eingedrungen sein, um Wertgegenstände zu stehen.

Die Anklage lautet unter anderem auf gewerbsmäßigen Diebstahl im besonders schweren Fall. Ob sich der Mann zu den Vorwürfen äußern wird, blieb zu Prozessbeginn zunächst offen.

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Die Trophäe, die die Füchse Berlin Anfang Juni 2025 erstmals gewonnen hatten, galt monatelang als verschwunden. Sie wurde schließlich bei einer Inventur in einem selten genutzten Keller der Geschäftsstelle entdeckt. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte die silberne Meisterschale bei der Tat am 18. November 2025 hinter Kartons "für den späteren Abtransport für Dritte nicht erreichbar im Keller des Gebäudes versteckt und zwischengelagert" hatte.

Zunächst bestand die Vermutung, dass die Trophäe eingeschmolzen worden sei.

Erst Bürgeramt geplündert und danach kräftig abkassiert

Im August startet der Prozess wegen des Diebstahls der Meisterschale der Füchse Berlin.
Im August startet der Prozess wegen des Diebstahls der Meisterschale der Füchse Berlin.  © Jens Kalaene/dpa

Die Serie von Einbrüchen begann laut Anklage im Februar 2023 im Bürgeramt Köpenick. Der 42-Jährige soll unter anderem Reisepässe, Führerscheine, Aufenthaltstitel und Quittungsblöcke gestohlen haben. Bei anderen Taten habe er auch EC-Karten erbeutet und diese in insgesamt 111 Fällen genutzt, um an Geldautomaten Beträge zwischen 500 Euro und 1000 Euro abzuheben - insgesamt rund 81.000 Euro. 

Der angeklagte Berliner, der seit über 20 Jahren immer wieder wegen Diebstahls aufgefallen sein soll und bereits Haftstrafen verbüßen musste, wurde am 13. Januar festgenommen. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Für den Prozess sind bislang sechs weitere Tage bis zum 13. August terminiert.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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