Scharf, schärfer, Neukölln: Heiße Sachen bringen Besucher beim Berlin Chili Fest zum Schwitzen

Berlin - Brennen sollte es, zunächst wurde es aber nass und stürmisch: Das Berlin Chili Fest ist am Freitagabend in Neukölln in seine Herbst-Ausgabe gestartet. Der Regen hat dem Auftakt einen leichten Dämpfer verpasst. Schweißperlen auf der Stirn gab es dank der scharfen Saucen dennoch. TAG24 probierte sich durch die Stände.

Die Händler ließen sich die Stimmung vom Unwetter nicht verderben.  © Denis Zielke/TAG24

Auf dem Gelände der Berliner Berg Brauerei in Neukölln blieb es demnach zunächst erstaunlich ruhig.

Für die Händler kein idealer Start. Wer trotzdem kam, hatte dafür Zeit zum Probieren und Plaudern. Mehr als 50 unabhängige Produzenten sind für das Wochenende angekündigt. An ihren Ständen stehen Hot Sauces, Chiliöle, Crisps, Würzpasten und frische Chilis. Dazu kommen zwölf Foodstände mit unter anderem japanischer, mexikanischer, indischer und koreanischer Küche.

Dabei geht es längst nicht immer um maximale Schärfe. Festival-Gründer Neil Numb sagt: "Eine Hot Sauce nach ihrer Schärfe zu beurteilen, ist wie einen Wein nur nach seinem Alkoholgehalt zu beurteilen."

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Das zeigt schon die Herkunft der Produkte. Francisco Silva von Queima Beiças aus Madeira bringt etwa eine milde Sauce mit Guave mit. Karla Carral von Don Cabron reist aus den Niederlanden an und verarbeitet mexikanische Familienrezepte. Bei Harissa & Co aus Berlin werden Baklouti-Chilis mehr als zwölf Stunden über Olivenholz geräuchert.

Überhaupt zeigt ein Blick auf die regulären Shops der Aussteller: Handgemachte Schärfe muss kein Luxusprodukt sein, ist aber meist auch keine Supermarkt-Sauce für zwei Euro. Viele Gläser und Flaschen bewegen sich ungefähr um die Zehn-Euro-Marke.

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Berlin Chili Fest 2026: Ein Stück Venezuela aus Zürich in die Spreemetropole

An der Beachbar legt später auch ein DJ auf.  © Denis Zielke/TAG24
Das Berlin Chili Fest gibt es seit 2020. (Archivfoto)  © Berlin Chili Fest
Freundlich erklärte Jan von Yare Sauce, was in den Flaschen steckt und woher die Ideen kommen.  © Denis Zielke/TAG24

Vom Regen die Laune nicht verderben lässt sich auch Jan von Yare Sauce. Die Zürcher Marke hat er gemeinsam mit Alfredo gegründet. Inspiriert ist Yare von den "Diablos Danzantes de Yare" aus Venezuela, deren auffällige Masken sich im Flaschendesign wiederfinden.

Geschmacklich reicht das Sortiment von "La Naranja" mit Orange Habanero und Sanddorn über "La Amarilla" mit Madame Jeanette und Kombu bis zur milden "La Verde", einer Interpretation der venezolanischen Guasacaca.

Der ruhige Auftakt hatte damit zumindest einen Vorteil: An vielen Ständen blieb Zeit für Gespräche. Am Wochenende dürfte es voller werden. Dann stehen unter anderem Chili-Eating-Wettbewerbe, Live-Musik und eine Spicy Cabaret Show auf dem Programm.

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Das Berlin Chili Fest läuft noch bis Sonntag, 6. September, in der Berliner Berg Brauerei, Treptower Straße 39 in Neukölln. Samstag und Sonntag ist von 12 bis 22 Uhr geöffnet. Der Tagespass kostet laut Veranstalter 7 Euro, das Wochenendticket 12 Euro. Kinder haben freien Eintritt.

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