Schluss mit Mieten auf Zeit: Neukölln zieht die Reißleine

Von Stefan Kruse

Berlin - Im Milieuschutzgebiet Flughafenstraße/Donaustraße werden komplette Wohnungen oder einzelne Zimmer ausschließlich auf Zeit vermietet. Das Bezirksamt Neukölln untersagte das Geschäftsmodell jetzt für 15 Wohnungen.

In Neukölln werden Kurzzeitvermietungen künftig eingeschränkt. (Symbolfoto)  © Bildmontage: Britta Pedersen/dpa, Patrick Pleul/dpa

Für fünf der Wohnungen erließ die Behörde zusätzlich eine Rückbauanordnung, weil Grundrisse ohne Genehmigung verändert wurden. Der Eigentümer legte Widerspruch ein – der Fall könnte vor Gericht landen.

In den Milieuschutzgebieten, von denen es in Berlin rund 80 gibt, sollen die Sozialstruktur erhalten und Mieter vor Verdrängung geschützt werden. Ungenehmigte Umbauten für Wohnen auf Zeit widersprechen diesen Zielen, so der Bezirk.

Die Wohnungen stünden so nicht dauerhaft Menschen zur Verfügung, die dauerhaft im Quartier leben wollen. Hohe Mieten und veränderte Grundrisse verknappen das Angebot zusätzlich.

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Beim Wohnen auf Zeit werden möblierte Wohnungen für Monate oder ein Jahr vermietet. Das Modell ist in Berlin zunehmend beliebt, weil Vermieter so die Mietpreisbremse umgehen und höhere Profite erzielen können.

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Auch der Berliner Senat will Kurzzeitvermietungen in Milieuschutzgebieten stadtweit verbieten. Bereits im November untersagte Friedrichshain-Kreuzberg Wohnen auf Zeit für sieben Wohnungen.

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