Holo-Promis sprechen mit Berliner Schülern
Von Sarah Knorr
Berlin - Als Hologramme sprechen Prominente in Schulklassen über Demokratie und Toleranz: An fünf Berliner Schulen findet ein Pilotprojekt gegen Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung und für Zivilcourage und Demokratieförderung statt. Initiiert wurde es vom Berliner Verein "Nie wieder ist jetzt e. V.".
Rund 400 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10 setzen sich in dieser Woche unter anderem über die Hologramm-Technik mit diesen Themen auseinander. So geht es etwa um die Erfahrungen der 97-jährigen Holocaust-Überlebenden Ruth Winkelmann im Gespräch mit Moderator Klaas Heufer-Umlauf (42).
Auch Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (57, SPD), der Regierende Bürgermeister Berlins Kai Wegner (53, CDU) sowie Schauspieler Kida Khodr Ramadan (49) oder Rapper Eko Fresh (42) sind dabei.
Initiator des Projekts ist der Berliner Unternehmer Nicolai Schwarzer. Das Schulprojekt von "Nie wieder ist jetzt!" entstand nach einer Demonstration im Dezember 2023, die der Verein nach dem Überfall der Hamas in Israel am Brandenburger Tor organisiert hatte.
Dabei stellte er fest, dass nur wenige junge Menschen dabei waren. Daraufhin entstand die Idee, an Schulen zu gehen. Die technische Umsetzung sowie die Finanzierung des Projekts habe etwas mehr Zeit in Anspruch genommen.
"Wir sind sehr glücklich, diese Hürden genommen zu haben und mit der Pilotphase jetzt die Erfahrungen sammeln zu können, um das Projekt nicht nur in ganz Berlin, sondern auch deutschlandweit ausrollen zu können", sagte Schwarzer. Dafür sollen sich zukünftig Schulen direkt bei dem Verein bewerben können.
Titelfoto: Jens Kalaene/dpa
