Schöneberger Kiezgröße wird geehrt: Aus Crellemarkt wird Lucie-Leydicke-Platz

Berlin - Wer in Schöneberg unterwegs ist, wird bald einen neuen Namen lesen: Der nördliche Abschnitt der Crellestraße, bisher Teil des Crellemarktes, wird Anfang März offiziell zum Lucie-Leydicke-Platz.

Das Traditionslokal E. & M. Leydicke in der Schöneberger Mansteinstraße 4, 1988.
Das Traditionslokal E. & M. Leydicke in der Schöneberger Mansteinstraße 4, 1988.  © picture alliance/akg-images/Peter Hebler

Mit der Umbenennung ehrt der Bezirk eine Frau, die über Jahrzehnte das Leben im Kiez geprägt hat.

Lucie Leydicke (1897–1980) führte viele Jahre das Traditionslokal "Leydicke", das seit 1877 besteht.

Unter ihrer Leitung wurde die Gaststätte weit über Schöneberg hinaus bekannt – als Treffpunkt für Gäste, aber auch als sozialer Mittelpunkt für die Nachbarschaft.

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"Mit ihrem Engagement hat sie sich auf besondere Weise um den Kiez verdient gemacht", sagt Bezirksstadträtin Dr. Saskia Ellenbeck (Bündnis 90/Die Grünen).

Nur vier Prozent der Straßen und Plätze sind nach Frauen benannt

Der umzubenennende Abschnitt des Crellemarktes ist räumlich vom übrigen Straßenverlauf getrennt.
Der umzubenennende Abschnitt des Crellemarktes ist räumlich vom übrigen Straßenverlauf getrennt.  © Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg/Ulrike Harbort

Die Umbenennung folgt einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vom Juli 2023. Dabei geht es nicht nur um eine Namensänderung: Die BVV will auch Menschen sichtbar machen, die sich im Alltag für ihren Kiez einsetzen – und insbesondere Frauen, die im öffentlichen Raum noch stark unterrepräsentiert sind. Bisher sind nur vier Prozent der Straßen und Plätze in Tempelhof-Schöneberg nach Frauen benannt.

Die Einweihung des Lucie-Leydicke-Platzes findet am Freitag, 6. März 2026, um 16 Uhr an der Ecke Crellestraße/Willmanndamm statt.

Wer in Zukunft durch den Kiez schlendert, wird nicht nur den Namen eines Platzes sehen – sondern auch ein Stück Geschichte der Menschen, die den Kiez über Jahrzehnte mitgestaltet haben.

Titelfoto: picture alliance/akg-images/Peter Hebler

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