Stromausfall in Nikolassee: Haushalte wieder am Netz, keine Anzeichen für Anschlag
Von Marion van der Kraats, Jonas Reihl
Berlin - Rund drei Monate nach einem längeren Stromausfall im Berliner Südwesten war Samstagabend in einem Teil des Gebiets erneut der Strom weg.
Der Strom war gegen 22 Uhr ausgefallen. Rund eine Stunde später waren die ersten betroffenen Haushalte wieder ans Netz angeschlossen, teilte der Netzbetreiber auf X mit.
Als Ursache für den erneuten Vorfall im Südwesten der Stadt wird ein Fehler in einem Mittelspannungskabel vermutet, wie der Sprecher der Stromnetz Berlin GmbH, Henrik Beuster, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Anzeichen für einen Anschlag gebe es nicht.
Das Problem könne Folge einer Alterserscheinung sein. Denkbar sei auch eine frühere Beschädigung des Kabels bei zurückliegenden Tiefbauarbeiten. "So etwas passiert relativ oft, ohne dass es die Baufirmen bemerken", erklärte Beuster. Später könne es dann beispielsweise durch eintretende Feuchtigkeit zu Problemen kommen.
Im Ortsteil Nikolassee waren nach Angaben der Stromnetz Berlin GmbH 1314 Haushalte betroffen.
Demnach blieben unter anderem in den Straßen Kirchweg, Schopenhauerstraße, Von-Kuck-Straße, Waldrebensteig und Wasgenstraße die Lichter aus.
Der Vorfall erinnert an den tagelangen Blackout Anfang Januar, als im Südwesten der Stadt nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke – der Linksextremisten zugeschrieben wurde – der Strom ausfiel.
Erstmeldung vom 18. April, 22.52 Uhr, zuletzt aktualisiert am 19. April um 16.38 Uhr.
Titelfoto: Christoph Soeder/dpa
