Überfall bei Autokauf: Polizist gesteht vor Gericht

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Von Anne Baum

Berlin - Ein Polizeibeamter steht nach einem Überfall vor dem Berliner Landgericht. Bei einem privaten Autokauf erbeutete er 71.000 Euro. Zu Prozessbeginn gab der Angeklagte die Vorwürfe weitgehend zu.

Der 42-Jährige "falsche" Polizist entpuppte sich als echter Beamter, wenn auch suspendiert. (Symbolfoto)
Der 42-Jährige "falsche" Polizist entpuppte sich als echter Beamter, wenn auch suspendiert. (Symbolfoto)  © Monika Skolimowska/dpa

"Eine Person hatte mich überredet", so der 42-Jährige. Er habe sich als "im Dienst stehender Polizist ausgegeben, um Geld zu stehlen". Nähere Angaben machte er zu dem mutmaßlichen Mittäter nicht.

Die Anklage lautet auf schweren räuberischen Diebstahl, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung.

Der 42-Jährige ist seit 2021 wegen anderer Ermittlungsverfahren suspendiert. Er wurde am 16. Januar dieses Jahres auf frischer Tat gefasst und ist seitdem in Untersuchungshaft.

Ausgestattet mit Polizeiweste und Softair-Pistole

Ein Mittäter gab sich ebenfalls als Polizist aus, weitere Angaben machte der Angeklagte nicht zu seinen Komplizen. (Symbolfoto)
Ein Mittäter gab sich ebenfalls als Polizist aus, weitere Angaben machte der Angeklagte nicht zu seinen Komplizen. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Der Überfall geschah auf einem Supermarkt-Parkplatz in Berlin-Reinickendorf. Dort hatten sich ein Autohändler mit zwei Begleitern sowie ein Mann getroffen, der einen italienischen Sportwagen im Internet zum Kauf angeboten hatte. Ein Preis von 189.000 Euro sei vereinbart worden. 68.000 Euro sollten laut Anklage in bar angezahlt werden.

Während das Bargeld im Auto des Käufers gezählt werden sollte, kamen den Ermittlungen zufolge zwei schwarz gekleidete Männer auf den Wagen zu. Der 42-Jährige habe wie sein Komplize eine Weste der Berliner Polizei getragen sowie Handfesseln am Gürtel und eine Softair-Pistole im Holster.

Das Geld müsse wegen Verdachts auf dubiose Geschäfte beschlagnahmt werden, habe der suspendierte Beamte erklärt.

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Sein Mittäter habe das Geld genommen, so der Angeklagte. Der Mann habe auch 3000 Euro eingesteckt, die in einem Transporter der beiden Begleiter des Käufers gewesen seien.

Als der Käufer eine Quittung verlangte, seien er und der Mittäter in ihr Auto gestiegen. Nach kurzer Verfolgungsjagd seien sie in einer Sackgasse gelandet. "Mein Mittäter fuhr einem der Männer über den Fuß, griff sich dann das Geld und rannte weg." 

Für den Prozess sind bislang drei weitere Tage bis zum 28. Juli angesetzt.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa

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