Unfallkrankenhaus rüstet sich für Silvesternacht: abgerissene Finger nach Böllerei

Berlin - Das Unfallkrankenhaus Berlin rechnet in der diesjährigen Silvesternacht wieder mit mehr Verletzten und hat nach eigenen Angaben die Operationskapazitäten deutlich verstärkt.

In diesem Jahr darf wieder geböllert werden. Doch das kann zu Brand- und Handverletzungen führen. (Symbolbild)
In diesem Jahr darf wieder geböllert werden. Doch das kann zu Brand- und Handverletzungen führen. (Symbolbild)  © Tobias Kleinschmidt/dpa

"Wir gehen davon aus, dass in der Zeit ab etwa 3 Uhr bis in den späten Neujahrsabend durchgehend operiert wird", sagte ein Sprecher des Krankenhauses.

Vor der Corona-Pandemie habe das Klinikum rund um den Jahreswechsel jeweils etwa 50 Menschen behandelt. In den vergangenen beiden Jahren habe es mit 8 (2020/2021) beziehungsweise 15 (2021/2022) Verletzten deutlich weniger Operationen gegeben.

Während der Corona-Pandemie durften bundesweit keine Feuerwerkskörper verkauft werden; große Feiern fielen aus. In diesem Jahr darf jedoch wieder Silvesterfeuerwerk gezündet werden. Der Verkauf beginnt an diesem Donnerstag.

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Die Mediziner am Unfallkrankenhaus erwarten deshalb mehr Verletzungen wie abgerissene Finger und zerstörte Hände nach missglückten Böllereien.

Betrunkene Menschen und Kinder bringen sich in Gefahr

Im Unfallkrankenhaus Berlin wird wohl bis in den späten Neujahrsabend durchgängig operiert werden. (Symbolbild)
Im Unfallkrankenhaus Berlin wird wohl bis in den späten Neujahrsabend durchgängig operiert werden. (Symbolbild)  © Annette Riedl/dpa

Zwei Gruppen seien besonders gefährdet, sagte der Sprecher: "betrunkene Menschen, die unsachgemäß mit Feuerwerkskörpern umgehen. Und Kinder an Neujahr, die nicht gezündetes Feuerwerk oder Blindgänger aufsammeln und zünden wollen."

Das Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn (UKB) gehört zu den international führenden Häusern, wenn es um die Behandlung von Brand-, Rückenmark- und Handverletzungen geht.

Nach Angaben der Klinik werden dort jährlich mehr als 100.000 Menschen behandelt.

Titelfoto: Tobias Kleinschmidt/dpa, Annette Riedl/dpa (Bildmontage)

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