Verletzte nach Feuer in Jüdischem Krankenhaus: Polizei rudert zurück
Von Katharina Kausche
Berlin - Die Berliner Polizei geht nach einem Brand im Jüdischen Krankenhaus in der Nacht derzeit nicht von einem antisemitischen Hintergrund aus.
Das sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur am Morgen. Den Angaben zufolge wurde ein 71 Jahre alter Patient festgenommen, der am Dienstagabend in einem Zimmer der Klinik im Stadtteil Gesundbrunnen einen Gegenstand angezündet und damit den Brand verursacht haben soll.
"Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keinen Hinweis auf antisemitische Hintergründe bei diesem Feuer, das dort gelegt wurde", sagte der Sprecher. Ein entsprechender Verdacht habe sich nicht erhärtet.
Daher habe das Brandkommissariat die Ermittlungen übernommen und nicht der Staatsschutz des Landeskriminalamts, der zuständig ist, wenn ein politisches Motiv naheliegt.
Durch das Feuer seien 14 Menschen verletzt worden. Darunter seien der Tatverdächtige, Polizeidienstkräfte und Krankenhauspersonal, aber keine Patienten, sagte der Sprecher. Sie seien vor allem durch den intensiven Rauch verletzt worden.
Die Ermittlungen zum genauen Hergang seien erst gestartet. Die Ermittler des Brandkommissariats beabsichtigen, den Brandort im Krankenhaus zu begutachten, Spuren zu sichern und den Tatverdächtigen zu befragen, wie der Polizeisprecher sagte.
Erstmeldung vom 28. Januar, 6.51 Uhr, aktualisiert um 9.28 Uhr.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa
