Von Basil Wegener
Berlin - Wegen des laufenden Tarifstreits um die Landesbeschäftigten kann es am Donnerstag in Ostdeutschland zu Unterrichtsausfällen kommen. Grund sind Streiks von Lehrkräften und anderen Beschäftigten im Bildungswesen, wie die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ankündigte.
Zehntausende Beschäftigte in ganz Deutschland planen Warnstreiks und Kundgebungen, darunter zentrale Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Köln, Leipzig und Mannheim.
In Berlin werden auch Lehrer aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erwartet.
Beamte dürfen normalerweise nicht streiken, doch besonders in Ostdeutschland sind viele Lehrkräfte keine Beamten, sodass sie an den Warnstreiks teilnehmen können.
Die Gewerkschaften fordern außerdem, dass die gleichen Tarifregelungen, die für Angestellte gelten, auch für Beamtinnen und Beamte übernommen werden. Nach Angaben der GEW haben die Arbeitgeber bisher kein Angebot vorgelegt.
ver.di, dbb und GEW verlangen sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Die Arbeitgeber lehnen dies als unbezahlbar ab. Weitere Warnstreiks sind bis zum nächsten Treffen der Verhandlungspartner am 11. Februar zu erwarten.