Wohnungsnot: Leben wir bald in Berlins Büros und Kaufhäusern?

Von Verena Schmitt-Roschmann

Berlin - In vielen Innenstädten sind nicht mehr alle Büros, Kaufhäuser oder Läden zu vermieten. Gleichzeitig herrscht Wohnungsnot. Der Bund will leere Gewerbeflächen künftig in Wohnungen verwandeln - und stellt dafür ein neues Förderprogramm bereit.

Experten sehen großes Potenzial in dem Projekt "Gewerbe zu Wohnen". (Symbolfoto)  © Britta Pedersen/dpa

Ab Juli stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung, Investoren können bis zu 30.000 Euro pro Wohnung erhalten.

Bauministerin Verena Hubertz (38, SPD) reagiert damit auf einen wachsenden Widerspruch: Während in vielen Innenstädten Gebäude leer stehen, fehlt gleichzeitig bezahlbarer Wohnraum.

Das Programm "Gewerbe zu Wohnen" soll genau hier ansetzen - Leerstand reduzieren, neue Wohnungen schaffen und Gebäude klimafreundlich sanieren.

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Tausende Wohnungen könnten allein in ungenutzten Büroflächen entstehen. Allerdings gibt es auch Hürden - hohe Umbaukosten, aufwendige Anpassungen und oft ungeeignete Lagen bremsen viele Projekte aus.

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Trotzdem zeigt sich die Ministerin optimistisch: Die Förderung sei ein "kraftvoller Impuls", um Städte nachhaltig zu verändern.

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