Zwischen Badespaß und Belästigung: Diese Helfer sorgen für mehr Sicherheit am Schlachtensee

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Berlin - An warmen Tagen wird der Schlachtensee zum Magneten für unzählige Menschen, die zum Baden, Entspannen und Feiern kommen – das sorgt auch für Konfliktpotenzial. Deshalb setzt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf auf besondere Präventionsmaßnahmen.

Volle Ufer, viel Alkohol: Am Schlachtensee werden Gefahren im Sommer häufig unterschätzt. (Archivfoto)
Volle Ufer, viel Alkohol: Am Schlachtensee werden Gefahren im Sommer häufig unterschätzt. (Archivfoto)  © Michael Kappeler/dpa

"Der Schlachtensee und die Krumme Lanke sind stark frequentierte öffentliche Sozialräume", erklärt das Team von think SI3 gegenüber TAG24.

Besonders in den Sommermonaten komme es durch die hohe Besucherdichte regelmäßig zu Konflikten. Genau hier setzen sogenannte Awareness-Läufer an.

Mit orangefarbenen Warnwesten sind drei geschulte Mitarbeitende freitags und samstags von 13 bis 21 Uhr im Einsatz. Ziel ist es, frühzeitig einzugreifen, bevor Situationen eskalieren.

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So sollen Gewalt, Belästigungen und Gefährdungen verhindert werden.

Alkohol und riskantes Verhalten werden zur Gefahr

Die Awareness-Läufer sind auch an Berliner Bahnhöfen und Parkanlagen unterwegs.
Die Awareness-Läufer sind auch an Berliner Bahnhöfen und Parkanlagen unterwegs.  © Bezirksamt Pankow

Besonders häufig gehe es um Alkohol, riskantes Verhalten beim Baden oder Situationen, in denen Menschen ihre eigenen Grenzen falsch einschätzen. Auch präventive Gespräche zu Diebstahl, Hitze oder Sonnenschutz gehören zum Alltag.

Laut Angaben des Unternehmens kam es in der letzten Saison zu 70 Hilfeeinsätzen. Dazu kamen sechs Erste-Hilfe-Einsätze sowie zahlreiche präventive Gespräche zu Themen wie Badegefahren, Brandrisiken oder respektvollem Verhalten im öffentlichen Raum.

"Wir wollen keine Regeln durchsetzen, sondern Bewusstsein schaffen", so das Team. Genau darin unterscheide sich das Projekt von klassischen Sicherheitsdiensten.

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Die Verantwortlichen betonen jedoch die Grenzen ihrer Arbeit: "Wir sind kein Ersatz für Polizei oder Rettungsdienst."

Finanziert wird das Angebot durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport im Rahmen der kiezorientierten Gewaltprävention. Die Förderung ist bislang jedoch nur saisonal gesichert.

Klar ist: Der Bedarf an solchen Teams besteht nicht nur an den Berliner Seen – die Awareness-Läufer sind deshalb auch an anderen stark frequentierten Orten der Stadt im Einsatz, etwa im Mauerpark oder an Berliner Bahnhöfen.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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