Blumenkübel wird zur Todesfalle: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Nachbarin

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Von Marion van der Kraats

Berlin - Im April kam ein Hausbewohner ums Leben, nachdem ein Blumenkübel vom Fensterbrett einer Nachbarin auf ihn gestürzt war. Die Staatsanwaltschaft sieht inzwischen Anhaltspunkte dafür, dass das Unglück hätte verhindert werden können - und nimmt nun eine 32-jährige Frau in die Verantwortung.

Der Unfall ereignete sich im April vor einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Gesundbrunnen.
Der Unfall ereignete sich im April vor einem Mehrfamilienhaus in Berlin-Gesundbrunnen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Der Tod eines 61-Jährigen durch einen herabfallenden Blumenkübel hätte aus Sicht der Staatsanwaltschaft Berlin womöglich vermieden werden können. Sie hat eine 32-Jährige wegen fahrlässiger Tötung angeklagt, wie ein Behördensprecher mitteilte. 

Die Frau habe den rund 4,8 Kilogramm schweren Ton-Blumentopf auf ihrer ungesicherten Balkonbrüstung im zweiten Stock abgestellt, hieß es. Dieser soll nicht gesichert gewesen sein und außerhalb einer Metallstrebe des Balkongeländers gestanden haben. 

Nach den Ermittlungen soll der Topf dann am Ostermontag (6. April) durch eine Windböe vom Balkon geweht worden sein und den 61-Jährigen auf dem Gehweg am Kopf getroffen haben. Der Mann, der ebenfalls in dem Haus am Vinetaplatz in Gesundbrunnen wohnte, starb trotz Reanimationsversuchen. 

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Laut Staatsanwaltschaft hatte der Deutsche Wetterdienst am Tag vor dem Unglück für das Berliner Stadtgebiet eine Warnung vor Windböen herausgegeben. 

Die beschuldigte Frau schweigt laut Staatsanwaltschaft zu den Vorwürfen. Ob und wann es zum Prozess kommt, muss nun das Amtsgericht Tiergarten entscheiden, wie es hieß.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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