Hier hat es 2025 in Brandenburg am meisten gekracht
Von Anja Sokolow und Mia Bucher
Berlin - In der Uckermark wurden 2025 die meisten Blitzeinschläge (623) Brandenburgs gezählt, gefolgt von Ostprignitz‑Ruppin (459) und Oberhavel (377).
Auch in den Landkreisen Havelland, Elbe‑Elster, Prignitz und Potsdam-Mittelmark wurden jeweils mehr als 300 Erdblitze registriert. Insgesamt hat es in allen Landkreisen und kreisfreien Städten deutlich seltener geblitzt als im Vorjahr.
Nach Daten des Informationsdienstes Aldis/Blids sank die Zahl der registrierten Erdblitze landesweit von 17.197 im Jahr 2024 auf 4.633 - ein Rückgang um rund 73 Prozent.
Bezogen auf die Fläche lag Brandenburg an der Havel vorn: Mit rund 0,22 Erdblitzen pro Quadratkilometer wies die Stadt die höchste Blitzdichte im Land auf. Es folgten Oberhavel, die Uckermark und Potsdam. An letzter Stelle: Teltow-Fläming und Barnim mit einer Blitzdichte von 0,11.
Wie auch bundesweit war 2025 auch in Brandenburg ein außergewöhnlich blitzarmes Jahr und das hatte einen wesentlichen Grund.
In den gewitterträchtigen Monaten von Mai bis September war es - mit Ausnahme einzelner Phasen - vielfach zu trocken. Zudem blieb es im Hochsommer zeitweise ungewöhnlich kühl, was die Gewitterneigung weiter dämpfte.
Die Zahlen von Aldis/Blids erfassen ausschließlich Erdblitze, also tatsächliche Einschläge. Entladungen innerhalb der Wolken werden nicht gezählt, und jeder Blitz wird nur einmal registriert - auch wenn mehrere Entladungen über denselben Blitzkanal erfolgen.
Titelfoto: Patrick Pleul/dpa
