Kein Bock auf SPD/CDU: Schlägt jetzt die Stunde der AfD in Brandenburg?

Von Marc-Oliver von Riegen

Potsdam - Die Mehrheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger will nach dem Scheitern der SPD/BSW-Koalition eine Neuwahl - und lehnt eine rot-schwarze Koalition ab.

Durch den SPD-Beitritt von Finanzminister Robert Crumbach (63, l.) kann Ministerpräsident Dietmar Woidke (64, SPD) eine Koalition mit der CDU eingehen.ch  © Michael Bahlo/dpa

Das ergab eine Umfrage des Instituts Insa-Consulere für die Zeitung "Nordkurier" unter 1000 Brandenburgern ab 16 Jahren. 68 Prozent von ihnen sind für eine Neuwahl, 29 Prozent sind dagegen.

Eine Mehrheit des Landtags hatte in der vergangenen Woche gegen eine Auflösung des Parlaments mit Neuwahl gestimmt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (64, SPD) hält eine Neuwahl nicht für sinnvoll, weil damit viel Zeit verlorenginge.

Eine SPD/CDU-Koalition, die in Planung ist, hält allerdings eine Mehrheit von 54 Prozent für schlecht. 36 Prozent bewerten sie als gut.

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Die AfD liegt in der Sonntagsfrage mit 34 Prozent deutlich vorn, gefolgt von der SPD mit 25 Prozent. Die CDU käme auf 13 Prozent. Das BSW - bisheriger Koalitionspartner - würde acht Prozent erreichen. Die Linke wäre mit acht Prozent und die Grünen wären mit fünf Prozent nach der Befragung wieder im Landtag vertreten.

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Laut einer Insa-Umfrage hat die AfD von Hans-Christoph Berndt (70) in der Gunst der Brandenburger Wähler die Nase vorn.  © Soeren Stache/dpa

Nach der Insa-Umfrage käme eine rot-schwarze Koalition nur auf 38 Prozent und hätte damit keine Mehrheit, die bisherigen Koalitionspartner SPD und BSW erreichten gemeinsam nur 33 Prozent. Eine Koalition mit der AfD, die der Verfassungsschutz Brandenburg als rechtsextremistisch einstuft, schließen die anderen Parteien aus.

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