Postdam erinnert an Hitler-Attentat vor 82 Jahren
Von Jana Kieseyer, Marc-Oliver von Riegen
Potsdam - Die Landeshauptstadt Potsdam erinnert am Sonntag und Montag an das gescheiterte Attentat auf Adolf Hitler (1889-1945) am 20. Juli 1944.
Am Sonntag (11 Uhr) dreht sich die Gedenkstunde um den militärischen Widerständler Friedrich von Rabenau (1884-1945), wie die Stadt mitteilte. Am Montag, dem Jahrestag des Attentats, steht die Bedeutung von Frauen im NS-Widerstand im Mittelpunkt einer Veranstaltung.
Die Gedenkstunde am Sonntag findet am Turm des ehemaligen Reichs- und Heeresarchivs auf dem Brauhausberg statt, das später SED-Parteihaus und auch Brandenburger Landtag war. Friedrich von Rabenau war damals Chef der Heeresarchive und galt als überzeugter Gegner des NS-Regimes.
Zur Veranstaltung werden nach Angaben der Stadt auch Familienangehörige von Rabenau erwartet. Der Landtag öffnete 2014 im wieder entstandenen Stadtschloss. Auf dem Brauhausberg ist ein neuer Uni-Campus geplant.
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (50, parteilos) nimmt ebenfalls an der Gedenkstunde teil.
Aubel betonte, die Erinnerung an den Widerstand solle zeigen, dass die nationalsozialistische Diktatur nicht von allen Deutschen widerspruchslos hingenommen wurde. Menschen aus verschiedensten Kreisen seien bereit gewesen, ihre Freiheit einzusetzen, um das verbrecherische Nazi-Regime zu beenden.
Hitler überlebt - Attentäter werden erschossen
Am 20. Juli 1944 hatten Wehrmachtsoffiziere um Claus Schenk Graf von Stauffenberg (1907-1944) vergeblich versucht, Adolf Hitler mit einer Bombe zu töten, die nationalsozialistische Herrschaft zu stürzen und den Zweiten Weltkrieg zu beenden.
Der Diktator überlebte, der Umsturzversuch scheiterte. Stauffenberg und drei weitere Beteiligte wurden noch am selben Abend im Innenhof des Bendlerblocks in Berlin erschossen.
Titelfoto: Soeren Stache/dpa
