Siebenjähriger Potsdamer Schüler stirbt an Meningokokken-Infektion
Von Monika Wendel
Potsdam - Ein siebenjähriger Schüler ist in Potsdam an einer Meningokokken-Infektion gestorben.
Das teilte das Rathaus der Landeshauptstadt am Nachmittag mit und bezog sich dabei auf Informationen aus dem Gesundheitsamt.
Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klasse und andere Kontaktpersonen seien vorsorglich mit Antibiotika behandelt worden, um das Risiko einer möglichen Ansteckung zu verringern.
Mögliche weitere Kontaktpersonen würden derzeit ermittelt, hieß es in der Mitteilung der Stadt. Für die allgemeine Bevölkerung besteht nach Einschätzung des Gesundheitsamtes kein erhöhtes Risiko.
Meningokokken sind Bakterien und werden durch Tröpfchen, etwa beim Husten oder Niesen, auf andere Menschen übertragen. Sie können eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung auslösen.
Bürgermeister tief betroffen
Bürgermeister Burkhard Exner (67, SPD) zeigte sich tief betroffen und sprach der Familie sein Mitgefühl aus. "Wir stehen in Trauer an ihrer Seite und auch an der Seite der Freunde und Schulkameraden des Kindes", sagte er laut Mitteilung.
Meningokokken-Infektionen sind in Deutschland relativ selten. In Potsdam hatte es nach Angaben der Stadtverwaltung zuletzt im Jahr 2018 einen solchen Fall gegeben.
Titelfoto: Bernd Weißbrod/dpa
