Bremen - Nach mehreren Schießereien in Bremen fahndet die Polizei nach zwei Männern. Wer die Tatverdächtigen sieht, sollte sofort den Notruf wählen und sie nicht ansprechen.
Die Polizei Bremen sucht gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft öffentlich nach zwei Männern, die unter Verdacht stehen, in den vergangenen Wochen an mehreren Schießereien beteiligt gewesen zu sein.
Bei den Männern handelt es sich laut Mitteilung um einen 35-Jährigen und einen 39-Jährigen. Die Polizei warnt vor den Verdächtigen. "Beide Männer gelten als gefährlich. Sprechen Sie die Tatverdächtigen nicht an. Verständigen Sie im Falle eines Antreffens umgehend den Notruf", heißt es.
Beide sind derzeit flüchtig, nach ihnen wird mit Hochdruck gefahndet. Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichten am Montag Bilder der Tatverdächtigen und bitten die Bevölkerung um Mithilfe.
Wer Hinweise zum Aufenthaltsort der Männer geben kann, wird gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 3623888 zu melden.
Mehrere Verletzte und ein Toter nach Schießereien in Bremen
Der 35-Jährige soll etwa 1,80 Meter groß sein, rund 90 Kilogramm wiegen, dunkle Haare haben und verändere wiederholt sein Erscheinungsbild.
Der 39-Jährige soll etwa 1,69 Meter groß sein, schwarze, schüttere Haare haben und habe zuletzt einen Vollbart getragen.
Die Männer stehen unter Verdacht, an Schießereien Walle, in der Neustadt und in Obervieland beteiligt gewesen zu sein. Im März gab es in Bremen fünf Gewalttaten, bei denen Schüsse fielen. Mehrere Männer wurden verletzt, ein 32-Jähriger starb.
Die Identifizierung der Männer sei das Ergebnis "intensiver, rund um die Uhr geführter Ermittlungen", heißt es. Die Ermittlungen führt die Sonderkommission "Fokus".
"Diese Taten werden mit aller Konsequenz verfolgt. Dass die Soko 'Fokus' nun so schnell einen ersten Erfolg erzielt hat, bestätigt diesen Kurs", so Bremens Innensenatorin Eva Högl (57, SPD) laut Mitteilung.