So hilft die TU Chemnitz bei der Bewältigung der Corona-Krise

Chemnitz - Die TU Chemnitz befindet sich derzeit wegen der Corona-Pandemie im Stand-by-Betrieb. Trotzdem wird an der Uni gearbeitet und geforscht, um bei der Bewältigung der aktuellen Krise zu helfen.

In Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz wurden schon mehr als 200 Gesichtsschilde gefertigt.
In Zusammenarbeit mit der TU Chemnitz wurden schon mehr als 200 Gesichtsschilde gefertigt.  © Sven Gleisberg

Unterstützung von medizinischen Einrichtungen, Herstellung von Desinfektionsmittel und psychologische Beratung: Die TU Chemnitz ist zur Zeit auf verschiedenen Gebieten tätig, um in der Corona-Krise zu helfen.

"Ich bin begeistert, wie die Mitglieder und Angehörigen unserer Universität mit der Corona-Krise und den damit verbundenen Herausforderungen umgehen. Es ist äußerst wichtig, dass wir uns in dieser Zeit nicht nur darum bemühen, die Mitglieder und Angehörigen unserer Universität sowie ihre Familien bestmöglich zu schützen und zugleich unser Universitätsleben, soweit möglich und verantwortbar, aufrechtzuerhalten, sondern dass wir auch aktiv und auf vielfältige Weise dazu beitragen, zum Teil weit über die Grenzen unserer Universität hinaus zu helfen und die Corona-Krise zu bewältigen", sagt TU-Rektor Prof. Dr. Gerd Strohmeier.

Von den Chemnitzern oftmals unbemerkt, wird in den Laboren und Werkstätten geforscht und entwickelt. Wie die TU mitteilt, hat die Fakultät für Maschinenbau bereits mehr als 200 Gesichtsschilde gefertigt (TAG24 berichtete). 

Die Schutzausrüstung ist unter anderem für Zahnärzte, Kindergärten und Freiwillige Feuerwehren gedacht. 

Psychologische Beratungs-Hotline eigerichtet

In Reinräumen der TU Chemnit, sind aktuell dringende Forschungarbeiten im Bereich der Medizintechnik möglich.
In Reinräumen der TU Chemnit, sind aktuell dringende Forschungarbeiten im Bereich der Medizintechnik möglich.  © Bildarchiv der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion/Jacob Müller

Es wird nicht nur Schutzausrüstung hergestellt. "Das Institut für Chemie produziert Desinfektionsmittel – zum Teil für den medizinischen Bedarf in der Region, zum Teil für den Eigenbedarf, wofür von der Universitätsleitung die Erlaubnis des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt eingeholt wurde", so ein Unisprecher.

Das Zentrum für Mikrotechnologie arbeitet an technischen Voraussetzung zur Entwicklung neuer Impfstoffe sowie schneller Analyse- und Testverfahren sowie an er Herstellung von nanostrukturierten Metallschichten, die zur"Detektion von Viren mittels elektromagnetischer Wellen genutzt werden können. Damit könnte die Messbarkeitsschwelle zur Erkennung von Krankheiten verringert und damit die Verfügbarkeit von Tests im klinischen Bereich deutlich erhöht werden."

An der Uni wird aber nicht nur geforscht, es wurde auch eine Psychologische Beratungs-Hotline eingerichtet. Die Hotline ist ganztägig besetzt. Außerdem wurde ein Telefondienst für alleinlebende ältere Menschen eingerichtet und Professor Stephan Mühlig gibt Hinweise gegen den "Lagerkoller".

Nicht nur die TU Chemnitz hilft bei der Bewältigung der Corona-Krise. Auch der TU Bergakademie Freiberg wird kräftig geforscht. Erst am Montag stellten die Wissenschaftler ein Notfall-Beatmungsgerät vor.

Titelfoto: Sven Gleisberg, Bildarchiv der Pressestelle und Crossmedia-Redaktion/Jacob Müller

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