Chemnitzer missbraucht kleine Tochter (3) von Bekannten: Seine Worte vor Gericht schocken

Chemnitz - Zweimal hat Alexander H. (26) die dreijährige Tochter einer Bekannten missbraucht. Seine Taten hat er vor dem Landgericht Chemnitz ohne viel Reue gestanden.

Alexander H. (26) muss zwei Jahre und zwei Monate im Knast verbüßen.
Alexander H. (26) muss zwei Jahre und zwei Monate im Knast verbüßen.  © Haertelpress

"Ich bin stolz, dass ich anders bin", sagte er. Wegen Kindesmissbrauchs wandert H. nun mehrere Jahre in den Knast. Schon 2015 war Alexander H. wegen Kinderpornos ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten. Im Oktober 2019 wollte er noch mehr. 

Seine Rolle als "Babysitter" für eine Bekannte nutzte er schamlos aus. Auch das Jugendamt beobachtet den Angeklagten schon länger. 

"Es gab einen Polizeieinsatz, bei dem mehrere Kinder aus seiner Wohnung geholt wurden", so die Staatsanwältin. Für weitere Ermittlungen fehlten aber Beweise. "Das ging schon Jahre so", deutete H. an, ohne weiter ins Detail zu gehen. 

In seinem Gutachten sprach Dr. Peter Spindler (51) nicht von Pädophilie, sondern von "pädophiler Neigung". H. würde situativ handeln, aber nicht zwanghaft und nicht von sich aus mit Kindern in Kontakt kommen. Die Kammer bildete ein Gesamturteil, bezog die Kinderpornos in die Strafe ein. Ergebnis: zwei Jahre und zwei Monate Knast. 

Zum Schluss wurde Alexander H. doch etwas menschlicher: "Ich habe Angst, dass meine Oma nach der Haft nicht mehr da ist."

Titelfoto: Haertelpress

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