CDU-Stadtrat nach Gewaltwelle in Chemnitz alarmiert: "Darf nicht verharmlost werden"

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Chemnitz - Schlägereien, Messerangriffe und mehrere Verletzte: Die Gewalt-Woche in Chemnitz besorgt auch CDU-Stadtrat Michael Specht (40).

Für Michael Specht (40, CDU) sind die Gewaltvorfälle in Chemnitz alarmierend.
Für Michael Specht (40, CDU) sind die Gewaltvorfälle in Chemnitz alarmierend.  © Kristin Schmidt

"Die Häufung der Gewaltvorfälle ist alarmierend und darf nicht verharmlost werden", sagt der CDU-Mann. In der vergangenen Woche kam es zu insgesamt acht brutalen Attacken. Die Bilanz: zwölf Verletzte.

"Polizei und Stadt müssen die aktuellen Taten gemeinsam auswerten und ihre Präsenz an tatsächlichen Schwerpunkten entsprechend anpassen", so Specht.

Dass laut Polizei alle benannten Täter nicht deutsche Staatsangehörige sind, sei eine Tatsache. Diese dürfe man "weder verschweigen noch für einen Generalverdacht gegen alle Migranten missbrauchen", erläutert der CDU-Politiker. Ähnlich äußerte sich auch SPD-Stadtrat Detlef Müller (62) gegenüber TAG24.

Specht sagt jedoch auch: "Für verurteilte ausländische Gewalt- und Intensivtäter müssen neben der Strafe auch alle möglichen aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen ergriffen werden."

Damit bringt der 40-Jährige auch mögliche Abschiebungen ins Spiel.

Unter anderem kam es in der vergangenen Woche an der Brückenstraße zu einer heftigen Schlägerei.
Unter anderem kam es in der vergangenen Woche an der Brückenstraße zu einer heftigen Schlägerei.  © Haertelpress
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Pfefferspray-Attacke auf zwei Frauen: CDU-Politiker für mehr Schulsozialarbeit

Zwei Frauen wurden auf dem Chemnitzer Kaßberg von Kindern und Jugendlichen mit Pfefferspray attackiert. (Symbolfoto)
Zwei Frauen wurden auf dem Chemnitzer Kaßberg von Kindern und Jugendlichen mit Pfefferspray attackiert. (Symbolfoto)  © 123rf/jevgenijavin

Besonders schockiert ist Specht über den Angriff durch Kinder (neun bis 13 Jahre) am vergangenen Wochenende. Sie hatten zwei junge Frauen (23, 24) mit Pfefferspray angegriffen und ausgeraubt.

Für den CDU-Politiker ist klar: Die Schulsozialarbeit muss gestärkt werden. "Dort erreicht man die Jugendlichen und die Eltern. Man kann sichere Räume schaffen und den Kindern und Jugendlichen stabilisierende Strukturen geben", so Specht.

Diesen Schwerpunkt wollen die Christdemokraten in der Kommunalpolitik umsetzen. Denn Strafunmündigkeit dürfe nicht ohne Folgen bleiben.

Immerhin zeigt die Präsenz der Polizei in Chemnitz Wirkung: Bei einer großen Polizeikontrolle am Mittwoch in Chemnitz konnte die Polizei einen Intensivtäter (14) schnappen. Er soll für mehrere Raub-Attacken in Chemnitz verantwortlich sein.

Titelfoto: Bildmontage: Haertelpress, Kristin Schmidt

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