Chemnitz - Eine Einbruchserie erschüttert den Chemnitzer Ortsteil Adelsberg: Immer wieder steigen Diebe in Einfamilienhäuser ein. Erst am Wochenende kam es zu zwei Vorfällen in der Cervantesstraße. Dabei ertappte eine Seniorin sogar den Täter in ihrem Haus.
"Das geht schon seit zehn Jahren so - damals sind sie bei uns rein", sagt eine Anwohnerin, die lieber anonym bleiben möchte. Auf den Straßen der schönen Wohngegend ist an diesem Nachmittag wenig los.
An einigen Häusern sind die Rollläden heruntergelassen. An anderen weisen Schilder auf den anwesenden Hund hin.
Die Stimmung bei den Menschen, die in ihren Vorgärten arbeiten, ist unruhig. Sie alle möchten anonym bleiben, zum Teil aus Angst, selbst Opfer des nächsten Einbruchs zu werden.
Auch bei einem Senior und seiner Frau versuchten es Einbrecher: "Die wollten vor fünf, sechs Jahren in die Garage, aber haben es nicht geschafft." Bei ihm sei alles abgesichert, deshalb habe er keine Angst. Seine Frau hingegen berichtet von der Verunsicherung in der Nachbarschaft. "Wir würden uns einen Hund zulegen, wenn wir nicht zu alt wären."
Eine Betroffene sah die Diebe aus ihrem Haus flüchten
Eine Hundebesitzerin bezweifelt, dass ihr Bello im Ernstfall etwas bewirken kann. "Sie wird anschlagen, aber gegen zwei Kerle hat sie sicherlich keine Chance."
Die Frau hatte schon einmal eine Alarmanlage installiert, die jedoch bei der kleinsten Windbewegung ausgelöst hat.
Nun wolle sie sich noch mal umsehen. Denn: "Ich wohne hier seit DDR-Zeiten. Die Einbrüche sind jetzt schlimmer als je zuvor."
Eine Betroffene, die die Diebe aus ihrem Haus flüchten sah, ärgert, dass noch keiner der Täter gestellt wurde. Sie kritisiert fehlende Polizeipräsenz und fragt: "Wo ist unser Schutz?"