"Grundlose Schikane von Jugendlichen": Kritik an Drogen-Kontrolle im Chemnitzer Konkordiapark

Chemnitz - Polizeikontrolle im Konkordiapark in Chemnitz. Die Beamten schnappten am Montagabend einen mutmaßlichen Dealer (19) sowie drei junge Leute (19, 18, 18) mit Marihuana. Die Linken kritisieren die Polizeiaktion.

Die Polizei kontrollierte im Konkordiapark mehrere Jugendliche.
Die Polizei kontrollierte im Konkordiapark mehrere Jugendliche.  © Chempic

Eine Polizeistreife hatte den möglichen Drogenhandel im Skater- und BMX-Park bemerkt.

Ruckzuck standen vier junge Leute am Zaun und mussten sich durchsuchen lassen.

Beim möglichen Dealer fanden die Beamten zudem Bargeld in szenetypischer Stückelung.

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Für Tim Detzner (42), Bundestagskandidat der Linken in Chemnitz, "eine grundlose Schikane von Jugendlichen, die im Konkordiapark Sport machen".

Das Areal sei einer der wichtigsten Treffs in der Stadt. Detzner: "Die Masse verhält sich ordentlich, hinterlässt nicht mal Müll."

Überhaupt gebe es Drogen überall, wo Menschen aufeinander träfen. "Um das Problem zu lösen brauchen wir mehr Sozialarbeiter, nicht Polizei", sagt Tim Detzner.

Drogenfahndung unter Skatern und BMX-Fahrern: Die Polizei sorgte im Konkordiapark für Aufregung.
Drogenfahndung unter Skatern und BMX-Fahrern: Die Polizei sorgte im Konkordiapark für Aufregung.  © Chempic
Fordert mehr Sozialarbeiter: Tim Detzner (42, Linke).
Fordert mehr Sozialarbeiter: Tim Detzner (42, Linke).  © Uwe Meinhold

Dem widerspricht Drogen-Fachmann Uwe Wicha (58) von der Suchtklinik Alte Flugschule in Großrückerswalde energisch. "Es braucht beides, Hilfsangebote von Sozialarbeitern und Polizei, die das Problem eingrenzt. Wir müssen Jugendliche auch vor aggressiven Dealern schützen - das schafft kein Streetworker."

Titelfoto: Uwe Meinhold, Chempic

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