Diese Adventskalender in Sachsen dürft Ihr nicht verpassen

Zwönitz/Chemnitz - Leuchtende Fensterbilder in XXL, verborgene Schätze in alten Schubladen oder vorweihnachtliche Gemütlichkeit an wechselnden Orten - diese Adventskalender in Sachsen verbreiten süße Vorfreude auf besondere Art.

Am Rathaus Zwönitz schauten Jenny und Johannes Meier mit Sohn Rouwen zu, wie sich ein Türchen öffnet.
Am Rathaus Zwönitz schauten Jenny und Johannes Meier mit Sohn Rouwen zu, wie sich ein Türchen öffnet.  © Kristin Schmidt

Der Zwönitzer Adventskalender ist doppelt spektakulär: Das gesamte Rathaus wird zum Kalender. Und es gibt sechs Türchen mehr. Jeden Tag um Punkt 16.30 Uhr kommt in einem Rathausfenster ein leuchtendes Bild zum Vorschein.

Dazu gibt's Musik und eine kleine Geschichte, ein Gedicht oder Lied. Stadtsprecher Peter Glumbick (37): "Weil unser Rathaus 30 Fenster hat, öffnete sich das erste schon zu den Hutzentagen Ende November. Dieses Jahr haben Zwönitzer Hobbyfotografen mit Stadtansichten für schöne Motive gesorgt."

Am 24. Dezember wird das letzte "Türchen" bereits vormittags enthüllt - so leuchten pünktlich zur Bescherung alle 30 Fenster bunt.

Das Denkmal des Zwönitzer Nachtwächters ist eines der Fotomotive in den Rathausfenstern.
Das Denkmal des Zwönitzer Nachtwächters ist eines der Fotomotive in den Rathausfenstern.  © Kristin Schmidt

Hier dürft Ihr in die Schubladen schauen

Pssst! Carola Hütcher vom Industriemuseum Chemnitz verrät noch nicht, was in der Schublade steckt.
Pssst! Carola Hütcher vom Industriemuseum Chemnitz verrät noch nicht, was in der Schublade steckt.  © Maik Börner

Im Industriemuseum Chemnitz dürfen Gäste ab dem 1. Dezember, was im Museum eigentlich nicht erlaubt ist: einfach neugierig Schubladen öffnen.

"Wir haben einen alten Werkzeugschrank zum Adventskalender umfunktioniert", verrät Museums-Sprecherin Claudia Wasner (59).

Wer sich zuerst traut, findet eine Süßigkeit. Aber auch für alle anderen halten die Fächer Überraschendes bereit.

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Chemnitz Kultur & Leute Auschwitz-Überlebender Justin Sonder: Zwiegespräch mit dem Chemnitzer Ehrenbürger

In jedem findet sich ein Exponat und seine Geschichte: Wie eine mehr als hundert Jahre alte Blechform, mit der einst Blockschokolade portioniert wurde - eine typische Zutat der Weihnachtsbäckerei. Die Form stammt aus Dresden, wo der Klempner Anton Reiche um 1870 sein Werk für Blecherzeugnisse gründete.

Basteln, ein musikalischer Laternenspaziergang und Vorlesestunden erwarten Euch in Grüna

Stefan Eger (50) sorgt beim lebendigen Adventskalender in Grüna mit seinen selbst gefertigten Feuertonnen für Gemütlichkeit.
Stefan Eger (50) sorgt beim lebendigen Adventskalender in Grüna mit seinen selbst gefertigten Feuertonnen für Gemütlichkeit.  © Maik Börner

Die Idee eines lebendigen Adventskalenders wurde vor Jahren im Erzgebirge geboren: Nachbarn treffen sich jeden Abend an einem anderen Haus, um zu schwatzen, zu singen, zu basteln. Inzwischen gibt es lebendige Adventskalender auch in Chemnitzer Stadtteilen.

In Grüna ist Stefan Eger (50) einer der 24 Gastgeber. Er sorgt auf dem Hof mit seinen Feuertonnen für heimelige Atmosphäre. Dazu spielt die Feuerwehrkapelle Rödlitz. Außerdem geplant: Basteln im Folklorehof, ein musikalischer Laternenspaziergang und Vorlesestunden.

Einen Adventskalender fürs Wohngebiet gibt's auch im Heckert. Termine und Orte findet Ihr unter: www.chemnitz-sued.de.

Titelfoto: Kristin Schmidt/Maik Börner

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