Kostenloser Museums-Freitag in Chemnitz ist gestrichen

Chemnitz - Der freie Freitags-Eintritt in Chemnitzer Museen ist Geschichte. Laut einem Beschluss des Stadtrats wurde die Aktion nicht verlängert und es gelten nun auch an allen ersten Freitagen im Monat die normalen Besuchspreise wieder.

Kostenlos die Chemnitzer Kunstsammlungen am Theaterplatz besuchen? Das ging seit 2019, doch nun ist erstmal Schluss damit.
Kostenlos die Chemnitzer Kunstsammlungen am Theaterplatz besuchen? Das ging seit 2019, doch nun ist erstmal Schluss damit.  © Uwe Meinhold

Der Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz, Frédéric Bußmann, bestätigte TAG24 die Rücknahme des Gratiszugangs und bedauerte den Schritt zugleich. Er würde sich freuen, wenn das Angebot wieder käme.

Allerdings gelte es mit Blick auf den noch immer nicht beschlossenen Chemnitzer Haushalt für 2023 die Finanzen der Stadt im Auge zu behalten. "Wir müssen den Haushalt konsolidieren", betonte er. Aber grundsätzlich sei der freie Freitag "eine gute Sache". Hinter den Kulissen der Kunstsammlungen wird man allerdings deutlicher. Von einem falschen Signal ist zum Beispiel die Rede.

Der "Freie Freitag“ war über Jahre in Chemnitz eine Institution und wurde rege genutzt. Zuletzt hatten ihn die Kunstsammlungen Anfang Juni 2021 eingeführt.

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Dafür dürfen aktuell weiter bestimmte Gruppen frei in die Häuser: Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie Schüler, Studenten der TU, Chemnitzpass-Inhaber und Betreuer von Schwerbehinderten.

Der "Freie Freitag" umfasste alle Museen der Kunstsammlungen Chemnitz, also die Sammlungen am Theaterplatz, das Museum Gunzenhauser, das Schloßbergmuseum, das Henry van de Velde-Museum in der "Villa Esche" und die Burg Rabenstein, das Museum für Naturkunde, die Neue Sächsische Galerie sowie das Industriemuseum.

Der Grundsatzbeschluss dazu fiel im April 2019 und galt zuerst ab Mai 2019: "Das kulturpolitische Ziel des freien Eintritts ist es, Besucherinnen und Besucher anzulocken, die normalerweise nicht ins Museum kommen und freie Teilhabe an Kunst, Kultur und Bildung anzubieten. Zudem sollen die Häuser belebt und geöffnet werden“, hatte es damals von der Stadtspitze geheißen.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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