Nach Corona-Pause: Tausende Besucher bei Bergparade in Chemnitz

Chemnitz - Endlich wieder Bergparade in Chemnitz! Rund 980 Teilnehmer begeisterten am Samstag Tausende Besucher in der proppenvollen Innenstadt.

Die Weihnachtszeit wurde in der Chemnitzer City durch rund 980 Teilnehmer traditionell präsentiert und eröffnet.
Die Weihnachtszeit wurde in der Chemnitzer City durch rund 980 Teilnehmer traditionell präsentiert und eröffnet.  © Maik Börner

Zwei Jahre lang war Corona dem Fest in die Parade gefahren. Umso ausgelassener begrüßten die Zuschauer die Musiker und Marschierer. Darunter 600 Uniformträger, 360 Bergmusiker und 20 Bergsänger.

Nach einem Konzert des Musikkorps Olbernhau-Grünthal und des Singkreises Neustädtel nahmen die schmucken Teilnehmer auf dem Theaterplatz Aufstellung und marschierten über die gesperrte Richard-Tauber-Straße und die Straße der Nationen in die Brückenstraße.

Mit dem Steigerlied kehrte die Truppe hinter dem Karl-Marx-Kopf um und zurück ging es entlang der Absperrbänder zum Theaterplatz. Unterwegs säumten Tausende Menschen die Gehwege und jubelten den lang vermissten Bergleuten zu.

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Am Ziel empfingen Oberbürgermeister Sven Schulze (51, SPD) und Sachsens Regionalminister Thomas Schmidt (61, CDU) die Teilnehmer, begrüßten die Zuschauer und freuten sich über das bunte Bild.

Auf dem Theaterplatz konnten die Besucher am Nachmittag Konzerten lauschen.
Auf dem Theaterplatz konnten die Besucher am Nachmittag Konzerten lauschen.  © Maik Börner

Besucher sind begeistert: "Ich erlebe ein großes Gemeinschaftsgefühl der Menschen"

Mit dem Steigerlied kehrte der Zug hinter dem Karl-Marx-Kopf um.
Mit dem Steigerlied kehrte der Zug hinter dem Karl-Marx-Kopf um.  © Maik Börner

Für Emma Fischer (28) war es die erste Bergparade. Die gebürtige Amerikanerin aus New Jersey lebt seit drei Jahren mit ihrem Mann in Chemnitz. Sie staunte über die begeisterten Massen: "Ich erlebe ein großes Gemeinschaftsgefühl der Menschen. Aber ein wenig strange, fremd, wirken die Uniformen und die Musik schon."

Während aus der Stadthalle "Last Christmas" tönte, suchten sich Claudia Müller (47) und Mutter Roswitha Meier (70) zu Beginn einen bequemen Zuschauerplatz auf den Bänken im Stadthallenpark: "Wir kommen aus der Region, leben aber schon lange in Bayreuth. Dort ist der Weihnachtsmarkt viel kleiner und eine Bergparade gibt es gar nicht. Deshalb sind wir hier."

Ein besonderes Ereignis war die 42. Bergparade für Ingeborg (76) und Volker Lorenz (78) aus Chemnitz. "Ich möchte noch mal das Steigerlied hören", sagte die strahlende Seniorin. Ihr Mann liebt dagegen vor allem die Uniformen. Einig war sich das Paar mit vielen Zuschauern: "Danach geht es noch auf den Weihnachtsmarkt!"

Titelfoto: Maik Börner

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