Chemnitz - Der Förderverein des sächsischen Archäologiemuseums (smac) in Chemnitz sorgt sich um die Zukunft des Museums. Hintergrund sind Überlegungen der Landesregierung, das smac aus dem Landesamt für Archäologie herauszulösen und mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in eine Stiftung zu überführen. Ziel ist es, Kosten einzusparen.
In einem offenen Brief warnt der Vorsitzende des Fördervereins, Axel Weber (74): "Würde das smac vom Landesamt getrennt, entzöge man ihm die Grundlage seiner Forschungs- und Bildungsaufgabe und dem Landesamt für Archäologie jegliche Möglichkeit, seine Ergebnisse in die breite Öffentlichkeit zu tragen."
Als "Schaufenster der Landesarchäologie" bedürfe das smac der engen Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Archäologie. "Ausstellungen fußen auf einem unmittelbaren Zugang zur Sammlung, Kenntnissen über aktuelle Ausgrabungen und Forschungen", so Weber.
Der Förderverein fürchtet, dass das Chemnitzer Museum unter dem Dach einer großen sächsischen Kulturstiftung mit Sitz in Dresden "unvermeidlich an Bedeutung verlieren" würde und in der Wahrnehmung "nur noch ein Kulturinstitut unter vielen anderen" wäre.
Ganz konkret sorgen sich die Museumsfreunde, wie es 2027 mit der Museumsleitung weitergeht. Axel Weber: "Ende des Jahres geht die Direktorin Doktor Sabine Wolfram in Pension. Ein öffentliches Ausschreibungsverfahren für die Neubesetzung der Stelle gibt es bisher nicht."