Abschied von Besucherliebling Wolodja: Chemnitzer Tiger zieht in die Niederlande

Chemnitz - Diese Nachricht wird bei vielen Tierparkbesuchern für traurige Gesichter sorgen: Amurtiger Wolodja zieht in die Niederlande um.

Der Umzug nach Leeuwarden findet in einer Transportkiste statt.  © Tierpark Chemnitz/Saskia Quinger

Seit fast zehn Jahren gehört Wolodja zu den Lieblingen im Chemnitzer Tierpark. Die mächtige Großkatze sorgt regelmäßig bei Besuchern für bewundernde Blicke, wenn er durch sein Gehege streift. Doch damit ist nun Schluss.

Wie das Rathaus am Freitag bekanntgab, wird der Amurtiger in den AquaZoo nach Leeuwarden in den Niederlanden umziehen. "Dort wird er künftig gemeinsam mit der Amurtigerin Aida leben", so ein Stadtsprecher.

Wolodja wurde 2015 geboren und kam 2017 nach Chemnitz. Für den Umzug in sein neues Zuhause wurde er am Freitagmorgen vom Tierarzt in Narkose versetzt und dann in eine Transportkiste gelegt. Darin geht es nun nach Leeuwarden und zu seiner neuen Partnerin. Während der Fahrt wird der Tiger bei Bewusstsein sein. Die kurze Zeit der Narkose wurde dann gleich noch für eine Gesundheitskontrolle genutzt und Wolodja wurde Blut abgenommen.

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Silke Weiser, amtierende Tierparkleiterin: "Die Entscheidung, uns vorübergehend von Wolodja zu verabschieden, ist uns sehr schwergefallen. Er ist ein beeindruckendes Tier und hat viele Besucherinnen und Besucher begeistert. Gleichzeitig sehen wir uns in der Verantwortung, sowohl seinem Wohlergehen als auch den Anforderungen einer modernen Zoohaltung gerecht zu werden."

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Gehege soll von anderer Tierart genutzt werden

Amurtiger Wolodja lebte seit 2017 im Chemnitzer Tierpark.  © Tierpark Chemnitz/Jan Klöster

Laut Stadt entspricht das Großkatzengehege im Tierpark den geltenden Haltungsanforderungen. "Um den Ansprüchen einer modernen und zukunftsfähigen Großkatzenhaltung dauerhaft gerecht zu werden, sind jedoch eine grundlegende Neuausrichtung und umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich."

In den vergangenen Monaten sei geprüft worden, ob sich diese Neuerungen auch in einzelnen Bauabschnitten umsetzen lassen, das sei aber weder baulich sinnvoll gewesen noch zum Wohle der Tiere. Zudem seien weder Finanzierung noch die umfassende Neugestaltung aktuell gesichert. Es soll möglichst zeitnah eine neue Großkatzenanlage errichtet werden.

Ein Teil des bisherigen Geheges soll bis zum Umbau von einer anderen Tierart genutzt werden. Wer genau dort einziehen wird, steht noch nicht fest.

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