AfD und Junge Union wollen Chemnitzer Stadtfest zurück

Chemnitz - Riesenrad, Budenzauber und volle Bühnen: Acht Jahre nach dem bisher letzten Chemnitzer Stadtfest werden die Rufe nach einem Comeback immer lauter. Jetzt fordert auch die Junge Union (JU), das große Volksfest spätestens 2028 zurückzubringen.

JU-Chef Joel Hochmuth (24, CDU) fordert ein Stadtfest–Comeback - das "Kosmos" soll ausdrücklich erhalten bleiben.  © Ralph Kunz

Der CDU-Nachwuchs beschloss den Vorstoß auf ihrer Mitgliederversammlung nach Angaben ihres Vorsitzenden Joel Hochmuth (24) ohne Gegenstimme. Die CDU Chemnitz soll die Forderung in ihr Programm für die Oberbürgermeisterwahl 2027 aufnehmen.

Hochmuth erinnert sich noch gut an die früheren Feste: "Es war auch einfach ein sehr schöner Ort, der wirklich von Anfang an bis spätabends gut besucht war."

Das Stadtfest habe junge und ältere Menschen zusammengebracht und die Innenstadt belebt. Für Hochmuth steht fest: Chemnitz braucht neben den bestehenden Festivals wieder ein Fest für die gesamte Stadt.

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Ganz wichtig ist der JU jedoch: Das "Kosmos" soll keinesfalls für das Stadtfest geopfert werden. "Wir wollen keine Debatte aufmachen, was wichtiger oder besser ist für Chemnitz", betont Hochmuth. "Ich finde, dass man auch ein 'Kosmos', ein Hutfestival und ein Stadtfest haben kann."

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AfD-Stadtrat Ronny Licht (49) will das klassische Stadtfest zurück und stellt zugleich Ausrichtung und Finanzierung des "Kosmos" infrage.  © Kristin Schmidt
Rummel, Buden und ein leuchtendes Riesenrad: 2017 lockte das Stadtfest noch Tausende Besucher auf die Brückenstraße.  © Sven Gleisberg

Bereits Ende August hatte die AfD-Ratsfraktion die Rückkehr des Stadtfestes verlangt. Stadtrat Ronny Licht (49) geht allerdings deutlich weiter und verbindet die Forderung mit einer Generalabrechnung mit dem "Kosmos".

Er kritisiert dessen politische Ausrichtung und stellt die städtische Finanzierung von 600.000 Euro grundsätzlich infrage.

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